Autochthone Weine: Die Schweiz ist eine Schatzkammer für Rebsorten, die fast nur bei uns wachsen.
vor 19 Stunden
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Text: Elsbeth Hobmeier
Der Heida aus dem Wallis
Diese weisse Rebsorte ist etwas ganz Besonderes! Sie wächst in meist hohen Lagen vorwiegend im Wallis, der Name bedeutet «ursprünglich» oder «heidnisch». Auf Französisch wird sie Païen genannt. Das Bouquet ist ausdrucksstark und komplex. Am Gaumen zeigt sich die ausgeprägte Mineralität und die typische präzise Struktur. Ein Mondovino-Highlight aus der renommierten Kellerei Jean-René Germanier, ideal zum Apéro, aber auch zu Fisch und hellem Fleisch.
Zu Wild gibt es fast nichts Besseres als einen Humagne Rouge, diesen rubinroten Walliser! Doch der fruchtige, rustikale Wein mit Noten von Cassis passt ebenso gut zu Rind, Geflügel, Schwein oder zu Pasta oder Käsegerichten. Er ist lebhaft und angenehm, mit schwach ausgeprägter Säure und ausgeglichenen Tanninen. Empfohlen wird eine Reifedauer von etwa vier Jahren, aber er kann auch jünger getrunken werden, wenn man ihn kurz in einer Karaffe Luft holen lässt.
Wallis AOC Humagne Rouge En Praz La Rodeline, Schweiz, 2023, Fr. 27.95
Chasselas ist die Schweizer Weissweinsorte schlechthin! Auf den steilen terrassierten Böden am Genfersee spielt sie ihre besten Qualitäten aus. Dieser wunderbar gehaltvolle Wein aus dem Hause Obrist überzeugt mit feinen Aromen von Feuerstein und grünem Apfel. Im Gaumen ist dieser Spitzenwein frisch und verspielt aromatisch. Er wurde mit einer Goldmedaille am Grand Prix du Vin Suisse 2025 ausgezeichnet. Der Cure d’Attalens gilt als einer der grossen Schweizer Klassiker.