Text: Knut Schwander | Fotos: Blaise Kormann

Mehr als 600 GaultMillau-Punkte! Ein Service wie kein anderer. Die Mitglieder der Schweizer «Jeunes Restaurateurs» trafen sich bei 15-Punktechef Grégory Wyss im Restaurant «Gerber-Wyss» in Yverdon-les-Bains VD zur feierlich-fröhlichen Schildübergabe. Bei JRE stapeln sich die GaultMillau-Punkte: Alle Mitglieder zusammen sind mit über 600 Punkten bewertet. Noch wichtiger ist die Stimmung im Club. Marilyne Nozahic, Köchin des Jahres 2012 von der «La Table de Mary» in Cheseaux-Noiréaz: «Wir sind echte Familie. Wir unterstützen uns gegenseitig, geben uns Ratschläge.» Mary wird ein Membre d’Honneur: Sie wird 50 und ist damit gemäss Statuten nicht mehr «jeune»; eng verbunden mit der Vereinigung bleibt sie weiterhin.

 

Wer rein will, braucht einen «Paten»! Einfach so kommt man nicht rein in diesen Klub. Es braucht einen «Paten», der die Kandidatur vorstellt und unterstützt. Patin Nummer 1 diesmal? Mary Nozahic. Sie portierte Mathieu Courrier, der die «Auberge du Rendez-vous» in Aumont FR verlassen hat und jetzt im Greyerzerland die «Krone» in Enney FR übernimmt. Der junge 15-Punktechef: «Das Timing stimmt. Wir haben unser neues Restaurant letzte Woche eröffnet. Jetzt werden wir in die JRE aufgenommen. Für mich ein sehr emotionaler Moment.» (Grosses Bild oben: JRE-Vizepräsident Denis Schmitt, Franco Körperich, Mathieu Courrier, Christian Aeby, Grégory Wyss und JRE-Präsident Martin Thommen.)

Damien Germanier (17 Punkte), Pate von Grégory Wyss, hier mit seiner Frau Laurena und ihrer Tochter Lili-Rose.

Damien Germanier (17 Punkte), Pate von Grégory Wyss, hier mit seiner Frau Laurena und ihrer Tochter Lili-Rose.

Mathieu Courrier (Mitte) mit seiner Frau Noémie und Marilyne Nozahic.

Mathieu Courrier (15 Punkte, Mitte) mit seiner Frau Noémie und Marilyne Nozahic (16 Punkte).

Marc Joshua Engel (Mitte), Chefkoch der Three Friends in Schernelz (15/20), ist Pate von Christian Aeby (rechts), der vor zwei Jahren (16/20) das Du Bourg in Biel übernommen hat Fiona Liengme.

Marc Joshua Engel (15 Punkte, Mitte), ist Pate von Christian Aeby (16 Punkte, rechts), Fiona Liengme.

«Jünger als die Jüngsten.» Marc Joshua Engel, Chefkoch im «Trois Amis» in Schernelz BE ist der Pate von Christian Aeby (15), der zusammen mit Fiona Lengme das «Du Bourg» mitten in Biel führt (16 Punkte): «Die beiden sind jünger als die Jüngsten! Sie leisten in ihrem Restaurant mit gerade einmal 18 Plätzen hervorragende Arbeit.» Findet der GaultMillau auch: Das «Du Bourg» war 2022 «Entdeckung des Jahres»! Diese Patentschaft zeigt, wie man bei den Jeunes Restaurateurs tickt: Joshua Engel führt in Biel mit Erfolg ein zweites Restaurant («Repas»); das hindert ihn aber nicht, den «Konkurrenten» aufs Schild zu heben.

Dominic Bürli, Pate von Franco Körperich, hier mit dessen Frau Tanya.

Dominic Bürli (15 Punkte), der Pate von Franco Körperich (16 Punkte), hier mit dessen Frau Tanya.

Grégory Wyss & Franco Körperich. Damien Germanier, 17-Punktechef in Sion, unterstützte die Kandidatur von Grégory Wyss, stellte fest: «Grégory Wyss und sein Partner Séverin Gerber führen in Yverdon drei Lokale. Bald gehört ihnen eine ganze Strasse! Sie sind auf dem aufsteigenden Ast». Der nächste Kandidat hatte einen sehr jungen Paten: Dominic Bürli vom Gasthaus «Wildenmann» in Buonas ZG stellte einen «sehr vielversprechenden» Kandidaten vor: Franco Körperich, seit vier Jahren Vollblut- und Solokoch im ehrwürdigen Gasthof «Löwen» in Menzingen ZG. Francos Lehrmeister: «Legende» Markus Naef, früher bei Irma Dütsch in Saas-Fee, heute auf dem «Gütsch» ob Andermatt.

Martin Thommen geht, Denis Schmitt kommt. Die Jeunes Restaurateurs kriegen einen neuen Präsidenten. Martin Thommen, der hervorragende Arbeit geleistet hat, übergibt das Amt im September an den Elsässer Denis Schmitt, 16-Punktechef im «Le Murenberg» in Bad Bubendorf BL. Die JRE-Mitglieder wurden nach der Schildübergabe verwöhnt: Die Neumitglieder Grégory Wyss und Christian Aeby kochten für sie. Spektakulärster Gang: Zander mit Holunderblüten, Buttermilch, geräucherter Gurke und Oona-Kaviar. Laurent-Perrier offerierte den Champagner «Cuvée brut», das Ehepaar Stéphanie und Serge Desarzens-Diserens entkorkten ihre besten Weine. Beispielsweise die «Cuvée des 3 S». Und wer steuert bei dieser Assemblage das dritte «S» bei? Sébastien Chanson, der engagierte Sommelier im «Gerber-Wyss».