Fotos: Stefan Matzke
«Wir machen etwas richtig». «Uccelin ist ein Erfolgsmodell: Seit zehn Jahren schicken die Caminadas Talente aus Küche und Service um die Welt, zu Weltklasse-Chefs und engagierten Produzenten. Das hat sich herumgesprochen: In der letzten Ausschreibung bewarben sich 580 Talente aus 27 Ländern um einen der zehn Ausbildungsplätze. «Wir machen offenbar etwas richtig», sagt der 19-Punktechef, «aber wir wollen angreifen, noch mehr jungen Menschen beim Abheben helfen.» Das kostet viel Geld. Der Kultchef sammelt, unter anderem beim «AC Masters», seinem Golfturnier, ausgetragen diesmal in Domat/Ems. Markenzeichen: Eine fantastische Küche, den ganzen Tag hindurch. Grosses Bild oben: Andreas Caminada.

Die Spielerin mit dem schönsten Swing: Anwältin Monja Mätzler.

Gemeinsam unterwegs: v.l. Jürg Maurer, Lynette Federer, Tanja Wegmann.

Besuch aus Bangkok: Tam Chaisiri vom «Nusara», No.1 der Stadt.
Das Ding mit Tanja Grandits. Wichtigster Programmpunkt beim «Masters»: Die «Silent auction» während des Dinners. Attraktive Preise lockten, geboten wurde diskret und anonym auf dem Handy, Moderator Salar Bahrampoori empfahl: «Ziehen Sie die Spendierhosen an!» Renner des Abends war der Preis, den 19-Punktechefin und Stiftungsrätin Tanja Grandits grosszügig offerierte: Privater Kochkurs und Dinner für sechs Personen beim Gewinner zu Hause! Die 10’000 CHF-Limite war schnell durchbrochen, am Schluss ging der Preis für 13’500 CHF raus. Der Deal des Abends. Spendeneinnahmen am «AC Masters»: Stolze 110'000 CHF!
«Die besten fünf Monate meines Lebens.» Eindrücklich auch die Statements der «Uccelins», per Video oder auf der Bühne. «Ihr schenkt uns nicht nur Geld. Ihr schenkt uns Chancen», sagte etwa Steffi Mittler, die danach durchstartete: Souschefin bei Silvio Germann, «Pâtissier des Jahres» bei GaultMillau. «Ich hatte bei Uccelin die besten fünf Monate meines Lebens», strahlte Nadia Auer an ihrem letzten Ausbildungstag und verabschiedete sich mit einem wunderbaren Beeren-Kuchen. Ein paar Stipendien wurden noch während des Dinners abgeschlossen. Spontan und diskret.
Fine Dining aus der Keller-Küche: Valentin Sträuli vom «Igniv» Andermatt.
Die Show der Caminada-Köche. Zum Golfspielen kommt man auch ans «Caminada Masters». Aber vor allem wird geschlemmt, den ganzen Tag hindurch. Während des Turniers war das Team aus dem «Igniv» Andermatt am Werk. Wegen des schlechten Wetters hantierten die Jungs nicht wie in den letzten Jahren in einer «Feldküche» zwischen den Fairways, sondern ziemlich improvisiert im Klubhaus-Keller. «Mission impossible», sagte Valentin Sträuli; er musste wegen Überbelastung fünf Mal die Sicherungen am Herd auswechseln. Die Qualität stimmte trotzdem: Überraschungs-Ei, Albula-Kartoffelstock mit Morcheln, Zander mit Kräutern und wildem Broccoli, Iberico-Brust mit Mole. Prädikat hervorragend. Abends checkte die komplette Brigade von Schloss Schauenstein ein, geleitet von Marcel Skibba. Der unglaublichste Gang: Langustine mit Shiitake, Rettich, Nussbutter und einer Bisque zum Niederknien. Vermerk auf der Karte: «From Fürstenau with love».

Gefahr in Verzug? Eishockey-Legende Renato Tosio konsultiert den Blitzradar.
Renato Tosio & der Blitzradar. Regen und Donner oder auch Blitze? Renato Tosio, Eishockey-Goalie mit Ikonenstatus (über 100 Länderspiele, viermal Meister), seit 13 Jahren Manager im Golfclub Domat/Ems zückte immer wieder sein Handy, konsultierte den Blitzradar und wusste genau: Kommen die Blitze zu nah, muss er das Turnier (erstmals auf dem Grundstück der Familie Blocher) abbrechen. Übrigens: Tosio muss noch immer Selfies machen und auf Leibchen unterschreiben, auch 25 Jahre nach seinem Rücktritt vom Spitzensport.

Vater & Sohn unterwegs zum Sieg: Luca Bianchi, Paolo Bianchi. Ihre Firma unterstützt die Fundaziun Uccelin.

Abklatschen nach dem zehnten Birdie: Die GaultMillau-Gäste Geny Hess, Karim Twerenbold und Alessandro Seralvo.
Die Bianchis & der GaultMillau-Flight. Für die Sieger der Netto-Wertung gab’s Sonderapplaus: Vater Paolo und Sohn Luca (Handicap 3.0!) waren gemeinsam auf der Runde, räumten bei der Teamwertung ab. Auch der GaultMillau-Flight mit Unternehmer Karim Twerenbold, Cornèrcard-CEO Alessandro Seralvo, Weinprofi Geny Hess und der früheren Turnierspielerin Monja Mätzler war gut drauf: Platz 2 in der Bruttowertung. Monja, die Frau mit dem schönsten Swing des Turniers: «Wir spielten alle gut. Aber wie Alessandro selbst Putts aus 15 Metern einlochte, war fast unheimlich.»

