Café und Fine Dining. Die Geschichte des besten Restaurants in Winterthur geht weiter: «Trübli»-Chef Alexander Bindig (16 GaultMillau-Punkte) hat einen geradezu spektakulären neuen Ort für sein Restaurant gefunden. Ab März 2026 wird er mit seinem Team das Museums-Café der berühmten Sammlung Reinhart «Am Römerholz» übernehmen. Zusätzlich wird das Lokal an vier Abenden pro Woche zur Fine-Dining-Location unter dem Namen «Reineke». Weil er sich mit dem Hausbesitzer des «Trübli» über die Zukunft des Restaurants nicht einig werden konnte, hat der Zürcher Koch Anfang des Jahres beschlossen, eine neue Wirkungsstätte zu suchen.
Neuer Look: Visualisierung des neuen Restaurants im Museum der Sammlung Reinhart.
Kunst und Kulinarik. Mit dem Einzug in das Museum «Am Römerholz» ist Alexander Bindig ein Coup gelungen. Die Sammlung Reinhart gehört zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen des 20. Jahrhunderts. Die «Symbiose aus Kunst und Gastronomie in diesem grossartigen Gebäude hat eine besondere Strahlkraft», sagt der Koch. Die «Steinhalle» in Bern habe bewiesen, dass die Kombination Museum und Restaurant eine erfolgreiche Paarung sein könne. Im Café will Bindig französisch inspirierte Bistro-Gerichte und Patisserie servieren, «am Abend gibt es ein Überraschungsmenü wie bisher im ‹Trübli›», verspricht er. Bis es Anfang März so weit ist, werde das Lokal noch etwas umgestaltet.

Verbunden mit Winterthur: Chef Alex Bindig im «Trübli».

Aus Bindigs Küche: Gelbschwanzmakrele mit Chorizo und Gazpacho-Sauce.
«Mega-Potenzial». Auch wenn Winterthur keine ausgesprochene Gourmet-Destination sei, habe die Stadt «Mega-Potenzial», sagt Alexander Bindig mit Überzeugung. «Wir haben tolle Gäste und viele warten manchmal wochenlang auf einen Tisch.» Er fühle sich Winterthur sehr verbunden, so Bindig: «Wir wollen weiterhin das kulinarische Flaggschiff der Stadt sein.»
Fotos: Olivia Pulver, HO


