Text: David Schnapp | Fotos: Lukas Lienhard, Mads Jarlfeldt

Grossandrang am HB. Diese Neueröffnung gibt zurzeit in Zürich am meisten zu reden: Die Brasserie Süd des erfolgreichen Gastronomen-Duos Nenad Mlinarevic und Valentin Diem am Hauptbahnhof erlebt einen Grossandrang. Seit das elegant-weltläufige Restaurant im Südtrakt des Hauptbahnhofs die Schiebetür freigeschaltet hat, ist sie ständig in Bewegung. Täglich werden täglich 300 bis 400 Gäste bewirtet. Sie kommen schon morgens zu Kaffee und Gipfeli (auch eine kleine Frühstückskarte liegt auf) und können ab 11 Uhr durchgehend bis kurz vor Mitternacht warm und gut essen. «Zurzeit verdoppeln wir unsere eigenen Prognosen jeden Tag», sagt Starchef Mlinarevic, der in Zürich nun sein viertes Restaurant-Konzept realisiert.

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Täglich ab 9 Uhr geöffnet: Gipfeli und Granola in der Brasserie Süd.

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Luxuriöser Pasta-Teller: Paccheri mit Hummer-Sauce.

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Klassische Vorspeise: Swiss Black Angus Carpaccio mit geräuchertem Sellerie und Apfelbalsam.

Gerichte mit Geschichte. Für die Brasserie Süd setzen Nenad Mlinarevic und sein Küchenchef Thomas Brandner auf eine eher klassische französisch-mediterrane Küche, die geschickt modernisiert wird. Zu den Highlights auf der Karte gehört Tournedos Rossini, ein Gericht mit 150-jähriger Geschichte, das hier mit irischem Rinderfilet, ungestopfter Entenleber, einer Lauchmarmelade, einem säuerlich marinierten Selleriesalat sowie Trüffel-Jus serviert wird. Während der Saison wird ausserdem frischer Périgord-Trüffel über das Gericht gehobelt.

The place to b. Immer freitags – und nur zum Lunch! – wird in der Brasserie Süd «die beste Bouillabaisse der Stadt» zubereitet, wie Küchenchef Brandner selbstbewusst verspricht. Als Einlage gibt es Saint Pierre, Swiss Lachs, Jakobs- und Miesmuscheln sowie ein Fenchel-Tomaten-Sofrito. Liebhabern der Meeresküche werden auch die Hummer-Paccheri gefallen – ein Pastateller mit luxuriösem Charakter. Auf der recht umfangreichen Karte werden natürlich auch Vegetarier fündig, die geschmorte Aubergine beispielsweise oder die mit Artischocken und Trüffel gefüllten Ravioli mit Gemüsefond und Liebstöckel-Öl schmecken ausgezeichnet. Fazit: Gute Küche, beste Lage und ein grosses Restaurant, in dem man sich ganztags zu einem Essen verabreden kann, sind die herausstechenden Vorteile der Brasserie Süd und machen sie zum idealen Treffpunkt mit kulinarischer Begleitmusik.

>> www.brasserie-sued.ch

 

Created with Sketch. | The Place to b.

Die GaultMillau-Tester stellen im Auftrag der UBS jede Woche einen «Place to b.» vor: Adressen für den gepflegten Businesslunch, für den Brunch am Wochenende, für ein Essen mit Freunden, für Trendsetter & Entdecker, für Verliebte. Bereits erschienene «Tipps der Woche» finden Sie hier