Kunst. Kultur. Baader. 1989 gab’s in Basel noch keinen Peter Knogl und keine Tanja Grandits. Wohl aber einen Michael Baader (Bild oben). Der Deutsche hat das Kunst- & Kulturhotel «Teufelhof» in Basel 36 Jahre lang geprägt und über die Landesgrenze hinaus bekannt gemacht. Seine Küche war im Kern Französisch, aber der Chef war asiatischen Einflüssen nicht abgeneigt. Im Guide GaultMillau war er Stammgast, immer mit hohen 16 Punkten. Für Generationen von jungen Köchen war er ein Mentor; sie schätzten nicht nur sein Know-how, sondern auch seine Menschlichkeit. Ende 2026 ist Schluss, «aber wir werden ihn in mehreren Anlässen gebührend würdigen», verspricht der neue «Teufelhof»-Direktor Raymond Hunziker.

Ein Basler für den «Teufelhof» Basel: Christoph Hartmann («Taverne Johann») ist der neue Küchenchef.
Der neue Teufel im Hof. Wie ersetzt man einen aussergewöhnlichen Chef wie Michael Baader? Mit einem Talent aus der Region! Christoph Hartmann ist ab 1. Juli neuer Boss in der «Teufelhof»-Küche. Er kennt das Haus, er kennt Basel: Im Restaurant «Ufer 7» und zuletzt in der «Taverne Johann» (13 Punkte) hat er gezeigt, was er draufhat. Besonderes Merkmal: Hartmann ist nicht nur Koch, er ist auch Jäger. Alle Tiere werden bei ihm im Ganzen angeliefert, Innereien inklusive. «Das Fleisch zerlege ich manchmal am Feierabend, bei Countrymusik und einem Glas Weisswein», verrät der Chef. Die Wildschweine, die bei ihm auf die Karte kommen, erlegt er im Baselbiet am liebsten selbst. Sein Auftrag: Die Küche im Gourmetrestaurant «Bel Etage» zusammen mit Fabian Borer sanft weiterentwickeln. Das «Atelier» im gleichen Haus kriegt einen neuen Namen und ein neues Konzept.
Fotos: HO

