Text: Urs Heller, Fotos: Thomas Buchwalder

Giardino Ascona Mai 2021

Giardino-Feeling: Chillen am Pool.
 

Giardino Ascona Mai 2021

Spaghetti & Pesce: Ristorante No.3.

Giardino Ascona Mai 2021

Candle-Light am Giardino-Pool.

Chef Salvatore & seine Spaghetti mit Vongole. Smart gemacht! Philippe Frutiger hat sein «Giardino»-Resort neu designt. Die Attraktionen: Lounge-Liegen zum Chillen am Teich. Neue Bar im Zentrum der Anlage. Und ein höchst vergnügliches Restaurant direkt am Pool. Executive Chef Salvatore Frequente, abends für das «Hide & Seek» zuständig, steht an Grill und Herd. Im Angebot: Salate, Club Sandwich und Burger, aber auch perfekte Spaghetti alle vongole veraci, elegant serviert im «Pentolino» (Kupferpfanne). Salvatore: «Wer in Italien keine Spaghetti mit Vongole kann, ist kein Koch.» Pasta ist nicht Pasta. Der Chef schwört auf «Il Grano di Armando, 100 % Italia, trafilato al bronzo»; an der aufgerauten Oberfläche bleibt die Sauce besser hängen. Das Grill-Angebot: Branzino, Gamberoni, Calamaro, Luganighetta; ein mächtiger Zander aus dem Lago Maggiore liegt auch in der Vitrine. Philippe Frutiger zum Umbau: «Mehr Platz für unsere Gäste, ein attraktives Pool-Restaurant – die ersten Feedbacks sind hervorragend.»

Giardino Ascona Mai 2021

Die zwei Topchefs im «Giardino»: Rolf Fliegauf (links) und Salvatore Frequente.

Gamberi rossi & Risotto mit Burrata. Salvatore Frequente hat noch zwei weitere Bestseller im Repertoire. Die trägt er abends im «Hide & Seek» auf. Die Gamberi rossi aus seiner Heimat Sizilien gibt es praktisch roh («Shabu Shabu»). Für den wundervoll-intensiven Fond verwendet er die Karkassen der Krebse und ein teuflisch scharfes, aber geschickt dosiertes Chili: Habanero! Der Risotto ist wie immer bei Chef Salvatore perfekt al onda, diesmal mit Miesmuscheln, grünen und weissen Spargeln und einer Stracciatella-Crème (Burrata). Allen anderen Verpflichtungen in diesem Restaurant (eine Auswahl von ayurvedischen, gluten- und laktosefreien Gerichten) kommt er klaglos nach.

Giardino Ascona Mai 2021

Salvatore Frequentes Signature Dish: Spaghetti alle vongole.

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Branzino vom Grill. Unkompliziert serviert, direkt am Pool.

Rolls Royce, Carabinero & Lammhaxe. Star im Resort ist Rolf Fliegauf: 18 Punkte, zwei Sterne, beeindruckende Perfektion. «Best of» im aktuellen Ecco-Menü? Zuerst fährt der Chef den «Rolls Royce» vor: So heisst die französische Entenleber aus dem Hause Bianchi, die mariniert und geeist serviert wird (mit gefrorenen «Himbeer-Kügeli»), verblüffend erfrischend und leicht daherkommt. Der Carabinero aus Portugal ist von einem schon fast unverschämten Kaliber (U5), aber Fliegauf kann damit umgehen: Der rote Gamba ist knackig, mild, frei von Raucharomen und hat tolle Begleiter: Algen-Crumble, Yuzu, ein perfekter Krustentier-Jus. Beim geduldig abgehangenen Lammrücken aus dem Emmental begeistert eine «Beilage» ganz besonders: Lammhaxe, geschmort und kleinteilig serviert. Wunderbar.

Giardino Ascona Mai 2021

Der Star im Haus: Rolf Fliegauf. 18 GaultMillau-Punkte, zwei Michelin-Sterne.

«La Dolce Vita». Zurück an den Pool. Die Bar und damit der Chef de Bar rücken im neuen Layout (von Daniela Frutiger perfekt umgesetzt) in den Mittelpunkt des Resorts, das auch im 36. Jahr noch nichts von seinem jugendlichen Schwung eingebüsst hat. «Bollicine ist immer gut», sagt Barman Gerardo Cifrodelli und giesst einen Prosecco zu Vodka, Limoncello und einer Prise Ingwer. «La Dolce Vita» heisst der Sommerdrink. Es muss ja nicht immer Spritz oder Hugo sein.

Giardino Ascona Mai 2021

Vodka & Limoncello! Gerardo Cifrodellis Drink heisst «La Dolce Vita».