Text: GautMillau Schweiz I Fotos: Julie de Tribolet

Konzept aus Paris. Femke Pivin und Ariane Boada kennen sich aus der Schule. Sie sind beste Freundinnen und betreiben das «Marcel» in Genf, das 2017 eröffnet hat. Pivin ist Absolventin der Hotelfachschule in Lausanne (EHL) und hat das Konzept von ihrer Cousine Alexandra Delarive «geklaut»: Diese betreibt in Paris nämlich seit bereits 18 Jahren ein Restaurant gleichen Namens. Beide Lokale (und noch zwei weitere Betriebe) sind ähnlich eingerichtet, haben dieselbe Speisekarte und finden denselben Anklang bei den Gästen. Das Geheimnis des Erfolgs? Brunch den ganzen Tag über! Und durch die ganze Woche!

Femke Pivin et Ariane Boada.

Die beiden Freundinnen und Betreiberinnen des «Marcel»: Femke Pivin und Ariane Boada.

Malick & Vaseetharan, Marcel, Genf

Auf ihren Jacken steht «Marcel», auch wenn sie anders heissen: die Köche Malick & Vaseetharan.

Türkisches Frühstück? Von 9.30 Uhr morgens bis 19 Uhr abends kann das Brunch-Angebot bestellt werden. «Die Stars auf der Karte sind die Eggs Benedict und das Full English Breakfast mit Speck und Bohnen», sagt Femke. Nebenbei: Das typisch englische Frühstück gibt es in Genf sonst nirgends. Neben besagten «Must-haves» lassen sich Gross und Klein auch vom ausgezeichneten French Toast mit Toffee-Sauce (eine unwiderstehliche Mischung aus. Melasse und Butter) verführen, von Pancakes, Waffeln, Granola oder Avocado-Toast. Originell ist zudem das «Turkish Breakfast» aus pochierten Eiern, Fladenbrot, Kräuterquark und scharfem Chiliöl.

Le restaurant "Marcel" place de Rive à Genève

Das gemütliche «Marcel» lädt zum Brunch – den ganzen Tag über!

«Otholenghesker Salat». Doch muss es im «Marcel» nicht immer Brunch sein: Unter der Woche werden auch einige «weit gereiste» Gerichte angeboten, die wegen der Stammgäste gar nicht mehr aus der Speisekarte gestrichen werden können. So zum Beispiel die Pouletspiesschen mit Chimichurri-Sauce. Oder der originelle Burger mit Pulled Pork, der mit scharfer Mayonnaise serviert wird und auf der Zunge geradezu zergeht. Nicht genug: Empfehlenswert sind das traditionell zubereitete Clubsandwich und eine fantasievolle Variante mit gegrilltem Halloumi sowie Avocado. Fürs leichte Mittagessen empfehlen sich die Salate – unser Favorit: «Superfood» mit Linsen, Granatapfel und getrockneten Feigen, was ziemlich «otholenghesk» daherkommt. Man kann davon kaum genug bekommen.

Le restaurant "Marcel" place de Rive à Genève.ici super healthy bowl et Oeufs bénédictebacon&avocat.

Täglich zu haben: Die «Super Healthy Bowl» und ihre «Oeufs Bénédicte mit Bacon & Avocado».

The Place to B. Seit der Eröffnung ist es ein Treffpunkt für ganz Genf. An den Wochenenden trifft man viele Familien und Gruppen an. Und Touristen treffen hier auf Einheimische. Dass das «Marcel» quasi als Pionier in der Stadt auf Brunch und Co. Fokussiert hat, kommt also bestens an. Nur logisch, dass da ein zweites Lokal nur eine Frage der Zeit war: Seit anfangs Februar (Checken vor Veröffentlichung!!)) empfangen Femke und Ariane die Gäste auch in einer zweiten Filiale in der Genfer Altstadt!

 

www.restaurantmarcel.ch

 

Created with Sketch.  | The Place to b.

Die GaultMillau-Tester stellen im Auftrag der UBS jede Woche einen «Place to b.» vor: Adressen für den gepflegten Businesslunch, für den Brunch am Wochenende, für ein Essen mit Freunden, für Trendsetter & Entdecker, für Verliebte. Bereits erschienene «Tipps der Woche» finden Sie hier