Text: Urs Heller & David Schnapp
Ziel unbekannt. «The Omnia» und André Kneubühler – das passte. Aber nur für zwei Jahre. Ende Wintersaison verabschiedet sich der junge Chef bereits wieder, mit noch unbekanntem Ziel. Die zwei Jahre hat der Lieblingsschüler von Tanja Grandits gut genutzt: Er kochte zwar erstmals auf einem Chefposten, aber er stellte schnell eine bärenstarke Brigade zusammen und räumte ab: «Entdeckung des Jahres» bei GaultMillau, Punkt Nummer 17 im Guide 2026. O-Ton: «Er hat uns mit sehr viel Talent und riesigem Fleiss beeindruckt. Er ist Zermatter Spitze. Das muss man erst schaffen im Gourmet-Dorf.»

Kneubühler Gerichte: Lammhaxen von Holzen, 48 Stunden geschmort, Lammkotelett, Lammzungen-Carpaccio.

«The Omnia» Zermatt: Hier sorgte André Kneubühler zwei Jahre lang für hochstehende Küche. Wir werden ihn vermissen.
Abschied in Minne. Wirklich? Alle Beteiligten geben sich artig: «Wir danken André für seinen grossen Einsatz und die Erfolge der letzten zwei Jahre», sagt der Managing Director im The Omnia und erklärt: «Wir haben gemeinsam erkannt, dass sein nächster Schritt nun ein stärker spezialisiertes Umfeld verlangt, als wir es als Hotelrestaurant bieten können.» Kneubühler ist genau so freundlich: «Die Zeit in The Omnia war für mich inspirierend und lehrreich.» Ein Abschied in Minne? Der GaultMillau hat leise Zweifel. Der Erfolg war da (hohe Auslastung, gute Umsätze, viele Gäste aus dem Dorf), trotzdem gab es in den letzten Wochen Spannungen. Histoire à suivre.
Fotos: Olivia Pulver, HO
