Text: GaultMillau Schweiz | Fotos: Rémy Steiner

Dicke Post für Silvio! Einen Tag vor der Vernissage kamen am Dienstag 1000 Exemplare von Silvio Germanns Buch per Sondertransport im «Mammerstberg» an. Gesamtgewicht: 1,5 Tonnen! Gleichzeitig übten sich der 18-Punkte-Chef und sein Team in einer neue Disziplin: Innendekoration. Und so hingen im oberen Stock des Restaurants an diversen Orten Foto-Impressionen von Simon und Tanja Kurt, als die Gäste am Mittwoch um 11.30 Uhr eintrafen. Simon und Tanja, in der Szene bekannt als Digitale Massarbeit, hatten während zwei Jahren 35'000 Fotos für das «Mammertsberg»-Buch geschossen und waren happy, dass sie am Tag der Präsentation für einmal nicht auf den Auslöser drücken mussten. Bild oben: Giuseppe Lo Vasco, Lukas Messmer, Silvio Germann, Marie Weber, Steffi Mittler (v.l.).

Mammertsberg

von Silvio Germann

AT Verlag 2026

CHF 69.00

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Mammertsberg

Champagner, bitte! Zum Anstossen wurde grosszügig Champagner ausgeschenkt, Héritage von «Mammertsberg»- und GaultMillau-Partner Laurent-Perrier. Giuseppe Lo Vasco, GaultMillaus «Sommelier des Jahres 2027», mixte aber auch seinen berühmten Thurgoni Sour und eine alkoholfreie Alternative. Neben Silvio Germanns stolzen Eltern Rita und Alfons und einer Reihe von Produzentinnen und Produzenten, die im «Mammertsberg»-Buch vorgestellt werden, gehörte der frühere Super-League-Goalie Daniel Lopar (282 Spiele für den FC St. Gallen) zu den Gästen. Er ist das Herrchen des einäugigen Katers, der im Restaurant ein- und ausgeht. Vom freundlichen Vierbeiner – er wird im «Mammertsberg» von allen Carlos genannt, heisst aber eigentlich Marlon – handelt eine der vielen amüsanten Geschichten im Buch.

Mammertsberg

Zwei Engel für Marlon alias Carlos: Ex-FCSG-Goalie Daniel Lopar (l.) und Silvio Germann.

Gratulationen aus Mailand. Mit Silvio Germann, Giuseppe Lo Vasco, den beiden Souschefs Steffi Mittler und Lukas Messmer, GaultMillau-Autor Alex Kühn, der die Begleittexte geschrieben hatte, sowie Simon und Tanja Kurt war das Buch-Team an der Vernissage fast komplett. Nur einer fehlte leider: Andreas Caminadas Cousin Remo Caminada, der geistige Vater des frischen Layouts. Er gratulierte per Whatsapp aus seiner Wahlheimat Mailand. Für die Moderation des Anlasses hatte Silvio einen langjährigen Freund engagiert, den Zürcher Journalisten Benny Epstein, der seine Aufgabe mit viel Witz und Hintergrundwissen erledigte.

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Alex Kühn mit Simon und Tanja Kurt (v.l.), die ihren Sohn Emil mitbrachten.

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Silvios Signature Dish: Karotte - Estragon - Chili.

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Stolze Eltern: Rita und Alfons Germann.

Ein Hoch auf die Nussbutter-Mayo! Allererste Sahne war – wie immer im «Mammertsberg» – das kulinarische Programm. Nach den Apérohäppchen gab es einen ausgedehnten Flying Lunch mit diversen Klassikern des Hauses: Kohlrabi - Holunder - Zwiebel als erfrischender Einstieg, danach Karotte - Estragon - Chili und Marronignocchi mit Nussbutter und Trüffel. Selbstverständlich alles Gerichte, die auch im Buch zu finden sind. «Und was ist das Geheimnis der Gnocchi?», wollte Moderator Benny Epstein von Silvio wissen. Dessen Antwort kam ohne langes Überlegen: «Die Nussbutter-Mayo natürlich!»

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Benny Epstein (l.), ein guter Freund von Silvio, moderierte den Talk zum Buch.

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Soul Food deluxe: Kastaniengnocchi mit Nussbutter und Trüffel.

Applaus für Steffi! Auf die herzhaften Gerichte folgte die Dessert-Show von Steffi Mittler. GaultMillaus «Patissière des Jahres 2026» beglückte die Gäste mit den Kreationen  Brombeere - Lavendel - Cascara und Schokolade - Kakaofrucht. Klar, dass manche doppelt und dreifach zugriffen! Von Silvio erhielt Steffi ein Sonderlob. «Sie hat alle meine handschriftlichen Rezepte entziffert und so in Form gebracht, dass der Verlag etwas damit anfangen konnte. Eine riesengrosse Arbeit!»

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Steffi Mittler versorgte die Gäste mit Desserts der Extraklasse.

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Einer von Steffis Klassikern: Brombeere - Lavendel - Cascara.

«Man soll auch mal lachen können.» Silvio Germann betonte, dass das Buch nicht nur ihn und seine Art zu kochen widerspiegle, sondern den ganzen Ort und das ganze Team. «Wir möchten alle Facetten zeigen, die unser Restaurant ausmachen, auf lockere Weise unsere Philosophie und unsere Rezepte vorstellen. Wenn man das Buch liest, soll man auch mal lachen können.» Und die Schwierigkeitsstufe der Rezepte? «Durchaus machbar», erklärt Silvio. «Auch wenn es exakt die Gerichte sind, die wir hier unseren Gästen servieren. Etwas Geduld ist sicher notwendig, aber man kann auch einfach einzelne Komponenten nachkochen und diese nach seinen eigenen Ideen kombinieren.»