Narümon «Nari» Wongbua ist aus der Berner Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Sie selbst stellt sich selten in den Mittelpunkt, ihre Restaurants sprechen dafür umso deutlicher für sich. Mit inzwischen drei Adressen prägt sie seit Jahren das Berner Verständnis von Thai-Food. Der Ansatz ist dabei stets derselbe: kleine, übersichtliche Karten, schnörkellos zubereitete Gerichte, tadellos abgeschmeckt – so wie es nur Menschen können, die mit dieser Küche aufgewachsen sind und ihre Geschmäcker verinnerlicht haben. «Suban» war das erste Lokal, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter geführt hat. Bei «Maimin» stehen Thai-Nudelsuppen im Mittelpunkt. Das Restaurant Nari am Berner Eigerplatz ist ebenfalls seit Jahren eine feste Grösse in Bern, bekannt für ein rein vegetarisches Thai-Angebot, das hält, was es verspricht. Abends hat das Restaurant nun aber eine neue Marschrichtung eingeschlagen: Streetfood-Klassiker, die erst mit Fleisch wirklich vollständig sind.

Nari Bern

Das Restaurant Nari am Berner Eigerplatz serviert abends ehrliche Thai-Streetfood-Klassiker.

Nari Bern

Zwei Highlights auf der «Nari»-Abendkarte: geschmorte Schweinshaxe «Kao Kah Muh» und das «Tay Po»-Curry.

Statt einer endlosen Auswahl konzentriert sich das «Nari» auf Gerichte, die in Bangkok seit Jahrzehnten zum Alltag gehören. Das Highlight auf der Karte: «Kao Kah Muh», eine geschmorte Schweinshaxe. Das Fleisch zerfällt, die Sauce ist dunkel, leicht süsslich, tiefgründig, ohne schwer zu wirken. Pickles, Chili-Essig und Koriander setzen die nötigen Kontraste und vervollständigen den Streetfood-Klassiker. «Pad See Ew» kommt mit breiten Reisnudeln, Ei und Wasserspinat aus der Pfanne. Statt klassischem Schweinefleisch landet Pastrami in der Pfanne, was überraschend gut funktioniert und dem Ganzen zusätzliche Tiefe gibt. Auch «Kao Man Gai» gehört zu den stärksten Gerichten auf der Karte: die thailändische Variante von Poulet mit Reis nach Hainan-Art. Sein Zauber liegt in der subtilen Aromatik liegt: Es schmeckt wie die Essenz eines Poulets.

Nari Bern

Ebenfalls stark: «Kao Man Gai», die thailändische Variante von Poulet mit Reis nach Hainan-Art.

Nari Bern Narümon Wongbua

«Nari»-Inhaberin Narümon Wongbua führt noch zwei weitere empfehlenswerte Thai-Adressen in der Bundesstadt: «Suban» und «Maimin».

Das «Tay Po»-Curry reiht sich stimmig ein: cremig und rund, mit Wasserspinat und Schweinefleisch, aromatisch, leicht süsslich, mit bewusst zurückhaltender Schärfe. Die Vorspeisen spielen locker auf Augenhöhe mit den Hauptgerichten: ein ausgezeichneter Pomelo-Salat sowie Chicken Wings mit Orangen-Chili-Glasur und Sesam, genau so süchtig machend, wie sie klingen. Und dann der logische Abschluss: Mango Sticky Rice. Er zeigt noch einmal, was das «Nari» auszeichnet – ehrliche Thai-Küche, die erstaunlich selbstverständlich daherkommt.

Nari Bern

Statt einer endlosen Auswahl konzentriert sich das «Nari» auf Gerichte, die in Bangkok seit Jahrzehnten zum Alltag gehören.

Nari Bern

Auch die Vorspeisen sind tadellos: Chicken Wings mit Orangen-Chili-Glasur und ein Pomelo-Salat.

 

Kontakt
Nari
Belpstrasse 69
3007 Bern
Tel. +41 31 372 25 25
nari.be
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Öffnungszeiten
Montag bis Mittwoch, 11 bis 14 Uhr und 18 bis 21 Uhr
Donnerstag und Freitag, 11 bis 14 Uhr und 18 bis 21.30 Uhr

 

Preise 
Vorspeisen 7-9 CHF, Hauptgänge 24-27 CHF, Dessert 11 CHF

 

Empfehlungen
Kao Kah Muh, Kao Man Gai, «Tay Po»-Curry