Barfuss-Pilot in kurzen Hosen. Der Anfang ist etwas ungemütlich: Der Seaplane-Pilot (weisses Hemd, kurze Hose, Ray Ban-Sonnenbrille, barfuss) setzt seine gute alte DHC Twin Otter im südlichen Thaa Atoll etwas hart mitten in der Lagune auf, entlässt seine Passagiere bei rauher See auf ein ziemlich wackliges Floss. Weiter geht’s per Boot, und an der Jetty stehen die Gastgeber stramm: General Manager Peter Nilsson, seine engsten Mitarbeiter. Und «Yaslynn, your Villa Host». So heissen auf COMO Maalifushi die Butler. Miss Yaslynn kümmert sich während der Ferien um alles. Um die Villa, um Spa-Termine, um die Ausflüge. Management by WhatsApp, immer mit einem freundlichen Lächeln unterwegs. Der «Villa Host» bringt am letzten Tag auch die Rechnung vorbei. Malediven-Ferien sind immer teuer; auf Maalifushi nicht ganz so teuer wie in anderen Fünfsterne-Resorts (ab 1000 USD, Halfboard). 300 Mitarbeiter aus 25 Nationen kümmern sich um die Gäste.

Beachvilla im «COMO Maalifushi: Zwei Schlafzimmer, eigener Pool, Outdoor-Living Room, wenige Meter zum weissen Strand.
Overwater-Villa oder Beachvilla? Honeymooner zieht’s aufs Wasser, Familien bleiben lieber an Land. Wir sind diesmal «Team Beachvilla»: Die «Beach Suite» ist stolze 101 Quadratmeter gross: Himmelbett, Duschen drinnen und draussen, fünf Meter zum privaten Pool, 20 Meter zum makellos gepflegten privaten Strand, riesige Daybeds, bequeme Liegen, Chillen unter wunderbar krummen Palmen. Maalifushi ist Natur pur, keine künstliche Ferieninsel. 300 Mitarbeiter aus 25 Nationen kümmern sich um die Gäste. Unterwegs ist man wie immer in den Malidiven mit dem Bike; Velo-Muffel ordern einen Buggy.
«Floating Breakfast» am privaten Pool. Miss Yaslynn hat öfter mal eine Überraschung auf Lager. Ein «Floating Breakfast» beispielsweise. Ein schneeweisses, riesiges Serviertablett schwimmt da plötzlich im Pool: Champagner, Früchte, Pain au chocolat, Oeuf Benédictine mit Lachs, Cold Cuts, exotische Früchte. Die schwarzen Vögel, die über der Villa kreisen, kennen dieses Ritual, stechen schon mal runter zur verführerischen Auslage; Pancakes mögen sie am liebsten.

Die Sonnenuntergangs-Lounge im Restaurant «Tai»: Aperitif direkt am Indischen Ozean.
Der Beste: Chef Dika im «Tai». Auf Maalifushi gibt es drei Restaurants. Wir empfehlen vor allem das «Tai»: Japanische Küche an bester Lage über dem Meer, mit begabtem, balinesischem Chef und Sonnenuntergangs-Lounge. Sushi & Sashimi sind gut, die Skewers vom Robatayaki-Grill und die Tempura-Shrimps an einer spicy Mayo noch besser. Abends liegt ein Omakase-Menü auf. Chef Dika: «Gemüse wächst im eigenen Garten. Fleisch fliegen wir aus Australien ein. Den «Catch of the Day» liefern uns die Fischer direkt auf die Insel.» Im Hauptrestaurant «Madi» ist süd-indische Küche angesagt und das «Lobster & Champagner-Dinner» unter dem Sternenhimmel Highlight im Wochenprogramm. Im «Thila» wird jeden Mittag der Pizza-Ofen eingefeuert.
Sashimi & Co.: Im «Tai» verwöhnt der balinesische Chef Dika seine Gäste mit japanischer Küche.
«Dolphin Watching»! Wir lernen: Je tiefer die Sonne, desto höher springen die Delfine. Der Käpt’n kennt sich aus im Inselreich: Riesige Schwärme begleiten schnell einmal das Boot, und die munteren Delfine wissen, was die Besucher erwarten: Instagram-freundliche Pirouetten. Der magische Sonnenuntergang und der «Sundowner» gehören zum Package. Auch im Angebot: Ein Picnic auf der unbewohnten Nachbarinsel Lavadu. Sehr romantisch.
Die Welt von Christina Ong. Maalifushi gehört zu den COMO-Hotels. Ein Qualitätssiegel. Die Resorts von Gründerin Christina Ong haben ihren eigenen Charakter und Charme. Und immer heisst das Codewort für Entspannung Shambala. Auf Maalifushi liegt der Spa an bester Lage, «over water», mit acht Behandlungsräumen, Gym und Openair Yoga Pavillon. Das Resort liegt einsam im Thaa Atoll und ist familienfreundlich. Die Besitzerin checkt regelmässig ein. Mit ihren Enkeln.
Capuns & easy Immigration. Edelweiss Air fliegt von Zürich aus in knapp zehn Stunden direkt in die Malediven. Die Ferien beginnen hier bereits an Bord. Die neun Cabin Crew Members kümmern sich rührend um die Passagiere, dürfen sich zur «Belohnung» zwei bis vier Tage in einem Strandresort erholen. Geheimtipp: Immer die «Specials» bestellen. Mal St. Galler Bratwurst mit Rösti, neu Bündner Capuns mit Trockenfleisch; Swissness im Teller. Am Velena Airport Male wurde ein neuer Terminal eröffnet; Edelweiss ist als eine der ersten Airlines schon dort. Der grosse Vorteil: Kein Dichtestress mehr bei der Immigration!
59 Villen: COMO Maalifushi ist klein und fein: Nur 59 Suiten und Villen. 50 Seaplane-Minuten von Malé entfernt. Overwater-Shambala-Spa. DZ ab 1000 USD, inkl. Halfboard.


