Das hellblaue Etikett. Ein schlichtes Etikett mit handgeschriebenem Schriftzug: Gantenbein. Nicht mehr und nicht weniger. Aber der Weinfreund weiss sofort, um was es geht. Um den Pinot noir von Daniel und Martha Gantenbein, elegant, komplex, raffiniert, konzentriert. Es ist der wohl bekannteste Schweizer Wein, im In- wie auch im Ausland. Aus Fläsch, in der Bündner Herrschaft. Aus einem Weingut, das auch mit seinem spektakulären Kellereigebäude aus Ziegelsteinen, welche konstante Temperatur- und Sonnenlichtströme zulassen, Furore macht. Der GaultMillau ehrte Dani und Martha Gantenbein «Ikonen des Schweizer Weins».

 

Klone von Romanée-Conti. Der Maschinenmechaniker und die Handelsschülerin entdeckten vor 35 Jahren ihre Leidenschaft für den Rebbau. Sie pflanzten Burgunder-Klone – nicht irgendwelche, sondern jene vom Star-Gut Romanée-Conti. Als erste nannten sie ihren Blauburgunder Pinot noir. Und bauten ihn im Eichen-Pièce aus. Sie waren überzeugt: Das Traubengut und der Saft sollen mit der Schwerkraft fliessen, ohne Umpumpen und Filtrieren. Also bauten sie einen entsprechenden Keller. Ihr Wein bewegt sich auf unglaublich hohem Niveau, praktisch ohne Jahrgangsschwankungen. Fünf Hektar Rebland gehören ihrem Liebling Pinot noir. Eine Hektare dem Chardonnay, einem Wein mit der Mineralität eines grossen Chablis. Und 20 Aren dem deutschen Riesling mit seiner knackigen Säure.

 

Winzer & Koch. Essen und Trinken gehören zusammen. Deshalb richteten Daniel und Martha Gantenbein auf ihrem Gut in für maximal 24 Feinschmecker den Festraum «à table» ein. Und besuchen mit nie erlahmender Leidenschaft Restaurants, wo hervorragend gekocht, aber auch ein herausragender Weinkeller gepflegt wird. Ihre Lieblingslokale? Hôtel de Ville in Crissier, Caminada in Fürstenau. Und das «Tantris» in München. «Gutes Essen ist uns enorm wichtig», sagen sie, «denn es ist die perfekte Symbiose zum Wein.» Was «Ganti» verschweigt: Er ist selber ein grandioser Koch!

 

«Sympathie und Hochachtung». Geny Hess, der Präsident der GaultMillau-Weinjury: «Ich habe die Gantenbeins 1989 kennengelernt. Seither sind eine Sympathie und Hochachtung für den kulinarischen Feinsinn und für die herausragenden Pinot noir, Chardonnay, Rhein-Riesling sind ungebrochen. Dem Schweizer Weinbau ist zu wünschen, dass immer mehr Winzer der Gantenbein-Philosophie und dem Streben nach höchster Qualität neidlos nacheifern.»

www.gantenbeinwein.com