Benjamin Morel Orbe
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Achtung, Talent! Winzer Benjamin Morel, Orbe

GaultMillau zeichnet den Waadtländer als «Rookie des Jahres 2018» aus. Der Gamay ist Benjamin Morels Stolz.

16. Januar 2018

Text: Knut Schwander/Übersetzung Elsbeth Hobmeier, Fotos: Julie de Tribolet

WILLKOMMEN IM SCHLOSS. Benjamin Morel, der Schlossherr ohne jede Arroganz, empfängt seine Besucher im Familiengut in Valeyres-sous-Rances. Was für ein Haus: Mitten im Grünen zwischen Dorf und Rebbergen gelegen, überragt das vornehme Gebäude mit seiner eleganten neoklassizistischen Silhouette die Ebene der Orbe. Diese Silhouette schmückt auch die Etiketten des Weinguts. Sie sind Botschafterinnen der Côtes de l’Orbe, der noch allzu verkannten Waadtländer Weinregion. Es ist eine aufstrebende Gegend, auch dank einer neuen Generation von kreativen Winzern wie Benjamin Morel.

Benjamin Morel Orbe
Lohnenswerte Investition: Benjamin Morel vor den neuen Inoxtanks.

DER ROOKIE DES JAHRES. Der 42-jährige Winzer ist gross und schlank, mit hellen Augen und wachem Geist. Seit 2004 formt er mit Talent und Bescheidenheit die Zukunft seiner Familiendomäne. Lange Zeit verkaufte das Gut die Trauben an andere Winzer. Heute macht Morel seine eigenen Weine, seit fünf Jahren verkauft er auch keine Grossgebinde mehr. Heute sind die Crus aus der Orbe mehr und mehr auf den Weinkarten renommierter Restaurants vertreten. Auch jene von Benjamin Morel, den GaultMillau wegen seiner feinen, gradlinigen und ausgewogenen Weine als Rookie des Jahres, als «junges Talent» ernannt hat.

 

HERRSCHAFTLICHES AMBIENTE. Die eleganten Crus widerspiegeln die Umgebung, in der sie gewachsen sind. Ein herrlicher Park mit einer mehrhundertjährigen Linde umgibt das Schloss. In seinem Innern finden sich eine reich bestückte Bibliothek und der grosse ovale Salon im Empirestil. Die Fresken im oberen Stockwerk stammen von 1639. Ein solches Erbe wiegt zwar schwer - auch in finanzieller Hinsicht - aber ist auch Verpflichtung zur Pflege der Tradition.  

 

DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG. Die Vergangenheit in Ehren - doch der heutige Erfolg will verdient sein. Benjamin Morel sieht das realistisch: «Allein erreicht man nichts». Zur Seite steht ihm sein Jugendfreund, der 39-jährige Weinbauer und Önologe Frédéric Hostettler. Beide sind Winzer, beide standen fast gleichzeitig vor der Aufgabe, das elterliche Weingut zu übernehmen. Beide produzieren ihren eigenen Wein, aber sie pflegen auch ein gemeinsames Label. In idealer Zusammenarbeit: Fréderic in den Reben, Benjamin im Keller.  

 

Benjamin Morel Orbe
Seit 2004 führt Benjamin Morel, GaultMillaus «Rookie des Jahres» das Familiengut in Valeyres-sous-Rances.

STOLZ AUF DEN GAMAY. Seine Einrichtungen und sein Wissen bietet Benjamin Morel auch fünf anderen Weinbetrieben der Region an. Aber natürlich liegen ihm die eigenen Weine besonders am Herzen - die traditionellen wie die ungewöhnlichen. Sein grosser Stolz ist der Gamay, den er mit Hostettler produziert: «Einige Bankgesellschaften und Grand-Hotels haben ihn kürzlich als Kundengeschenk ausgewählt». Dieser Wein überzeugt mit Ausgewogenheit und reichen Aromen - und mit seinem mehr als günstigen Preis von Fr. 10.50 pro Flasche. Soll noch einer sagen, der Schweizer Wein sei zu teuer!

 

EINE BREITE PALETTE. Der Chasselas des Château de Valeyres ist ein sicherer Wert, der Doral glänzt mit Finesse. Doch in den letzten Jahren wurde der Rotwein immer wichtiger, 75 Prozent der Gesamtproduktion sind es inzwischen. Zu den Klassikern Pinot noir, Gamaret und Garanoir stossen dieses Jahr einige neue Kreationen wie Muscaris und Divico aus interspezifischen Traubensorten. «Diese Reben sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten, sie brauchen weniger oder gar keine Spritzmittel», sagt Benjamin Morel, der gespannt auf das Echo der Kunden wartet. Gut, dass der 2017er ein reicher und opulenter Jahrgang zu werden verspricht. 

Benjamin Morel Orbe
Elegante Silhouette: das Schloss schmückt auch die Etikette des Weinguts.

ZUERST EIN NEIN. Als es darum ging, die Verantwortung für das 1945 vom Grossvater gegründete Familiengut zu übernehmen, sagte Benjamin Morel zuerst Nein. Lieber wollte er weiterhin für ein grosses Weinhaus der La Côte tätig sein, als zuhause Massenweine zu produzieren. 2004 änderte er seine Meinung - überzeugt, künftig auf Qualität und eigenen Flaschenwein zu setzen. Die dafür nötigen Investitionen finanzierte er mit dem Verkauf einiger Rebflächen. Ein wichtiger Schritt war 2014 der Bau des neuen Kellers. Mit Inoxtanks, mit mikroporösen Betoneiern, mit fahrbaren Holzbarriques hat sich Morel hier eine eindrückliche Infrastruktur geschaffen - mit allem, was er von der Ernte bis zur Flaschenabfüllung braucht.