Reduzierte, kreative Küche. Der «Guide Michelin» Deutschland hat auch 2026 wieder einen Neuzugang an der Spitze zu verzeichnen: Das Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim (Rheinland-Pfalz) hat den Sprung von zwei auf drei Sterne geschafft und bereichert damit die exklusive Liga der Top-Restaurants. Unter der Leitung von Küchenchef Daniel Schimkowitsch überzeugt das Haus auf dem Gelände des ehemaligen Bassermann-Jordan-Weinguts mit einer reduzierten, kreativen Küche. Die Inspektoren loben die «wunderbare Klarheit», mit welcher Produkte perfekt in Szene gesetzt werden – besonders hervorgehoben wird die Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten wie Kaisergranat mit Thai-Aromen oder Huchen mit Shiso-Vinaigrette. Grosses Bild oben: Daniel Schimkowitsch mit Moderator Aljoscha Höhn

Spezialisiert auf Fisch und Krustentiere: das Restaurant L.A. Jordan Deidesheim (Rheinland-Pfalz).
Spannende Neuzugänge. Insgesamt gibt es nun 339 Sterne-Restaurants in Deutschland, darunter zwölf mit drei Sternen (ein Neuzugang), 48 mit zwei Sternen (vier neue) und 279 mit einem Stern (20 neue). Zu den neuen Zwei-Sternern zählen unter anderem «THE CLOUD by Käfer» in der Münchner BMW-Welt, «the dune» und «RAUSCH» in Frankfurt sowie die «Mühle» in Schluchsee. Auch im Ein-Stern-Bereich gibt es zahlreiche spannende Neuzugänge wie «Das Philippin», «Schote» von TV-Koch Nelson Müller oder das innovative «Eatrenalin» im Europa-Park.

Viele Neuzugänge: die Ausgezeichneten an der «Michelin»-Gala in Frankfurt.
Zurückhaltung in der Schweiz. Während Deutschland auch in diesem Jahr wieder ein neues Drei-Sterne-Restaurant feiern kann – letztes Jahr bekam das «Haerlin» in Hamburg die Höchstnote –, scheint der «Michelin» in der Schweiz zurückhaltender zu sein: Die letzte Aufwertung in dieser Liga liegt schon ein paar Jahre zurück, 2022 bekam das «Sven Wassmer Memories» in Bad Ragaz den dritten Stern. Dazu haben das «Cheval Blanc by Peter Knogl» in Basel, das Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier und Schloss Schauenstein in Fürstenau die Höchstbewertung. Viele Kenner der Schweizer Gastronomielandschaft sind allerdings überzeugt, dass es auch hier zu Lande weitere Kandidaten für die höchste «Michelin»-Note gäbe.
Fotos: Michelin, HO
