Paukenschlag in Genf! Das Restaurant Arakel, im Guide GaultMillau 2027 mit 15 Punkten ausgezeichnet, trennt sich vom bisherigen Küchenchef Quentin Philippe und engagiert Paul Cabayé. Crissier-Schüler Cabayé, der 2021 den «Goldenen Koch» gewann, GaultMillaus «Entdeckung des Jahres 2024» war und im Boutique Hotel Glacier in Grindelwald 16 Punkte erkochte, ist eine exzellente Besetzung. Doch auch sein Vorgänger, «Entdeckung des Jahres 2025», besitzt einen ausgezeichneten Leistungsausweis. Dass Philippe in der Pressemitteilung des «Arakel» kein einziges Mal erwähnt wird, macht stutzig. Gab es Ärger im Lokal an der Rue des Eaux-Vives? Bild oben: Quentin Philippe (l.) und Paul Cabayé.

Paul Cabayés neue Wirkungsstätte: Das Restaurant Arakel an der Rue des Eaux-Vives in Genf.
Start am 13. April. Cabayé ist seit seinem Abgang aus dem «Glacier» im vergangenen November ohne Küchenchef-Job. Derzeit arbeitet er für den Berner Caterer Roh & Nobel und widmet sich seiner Leidenschaft für Skitouren. In Grindelwald, so sagt er, hätte er seine gastronomischen Ziele nach dem Konzeptwechsel nicht mehr verfolgen können. Seinem auf Fisch, Gemüse, Kräuter und Zitrusfrüchte ausgerichteten Stil will Cabyé an neuer Wirkungsstätte treu bleiben. «Ich liebe Fisch, ob er nun aus dem Meer oder einem der Schweizer Seen kommt, und möchte ihn mit hiesigen Produkten in Szene setzen. Insbesondere mit Kräutern aus den Alpen und Zitrusfrüchten von Nils Rodin in Borex bei Nyon», erklärt er. Bis Cabayé in Genf loslegt, dauert es noch einen Monat. Sein erster Arbeitstag ist der 13. April. Auch Quentin Philippe bleibt Genf erhalten. Er prüfe in der Stadt mehrere gastronomische Projekte, die er in Kürze vorstellen werde.
Schritt für Schritt an die Spitze. Und was sind Cabyés Ziele im «Arakel»? «Es wird zunächst einmal eine grosse Herausforderung sein, die 15 Punkte, den Michelin-Stern und den Ruf, den sich das Restaurant erarbeitet hat, zu bewahren», sagt er. Dann wolle er «behutsam Schritt für Schritt vorwärtsgehen». Mit anderen Worten: das Arakel zu einem der besten Restaurants in Genf machen. Die Speisekarte ist noch in Arbeit, aber Cabayé verrät ein Gericht, dass er zur Eröffnung auf die Karte setzen wird: mit Tannenholz geräucherter, über japanischer Holzkohle grillierter Wildfang-Steinbutt, «wahrscheinlich verfeinert mit verschiedenen Gewürzen, Morcheln und Kapuzinerkresse».
>> arakel.ch
Fotos: François Wavre, David Biedert
