Gerschnialp, Alpkäse-Trail, Käserei; alpine cheese trail, alpine diary
GAULTMILLAU TRAVEL

Say Cheese! Der Engelberger Alpkäse-Trail

Und überall gibt’s feinen Käse! Zu Fuss oder mit dem (E-)Bike zu acht Alpkäsereien rund um Engelberg.

14. Mai 2019

Text: Urs Heller Fotos: Oskar Enander

Wandern, Biken, Geniessen. Acht Alpkäsereien gibt es rund um Engelberg, und überall darf man hin: Zu Fuss, auf «Family Trails» oder mit dem E-Bike. Ambitionierte Wanderer besuchen alle acht Käser, schlafen unterwegs in einfachen, aber sympathischen Unterkünften. Natürlich sind auch einzelne Tagesetappen nach Gerschnialp, Hüttismatt, Untertrübsee, Surenen, Stäfeli, Langenboden, Blackenalp und Steinebnet möglich. Überall wird Käse nur aus Milch von Kühen, Schafen und Ziegen hergestellt und serviert, die auf der Alp weiden.

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Blackenalp: Erreichbar zu Fuss oder mit dem Bike. Hirt Sven serviert Trockenfleisch, Wurst und Käse.

Sälmi und sein Sbrinz. Die Lieblingsziele des GaultMillaus? Sälmi Töngi auf der Gerschnialp (grosses Bild oben) ist eine sichere Bank. Ihn trifft man nach einem Spaziergang über einen schönen Waldweg auf 1300 Metern auf Gerschnialp, und seine Auswahl ist riesig. Vor allem sein Alp Sbrinz AOP ist berühmt. Sälmi verarbeitet im Sommer seit fast 40 Jahren mit grosser Erfahrung Kuh- und Ziegenmilch, ist auch Stammgast am Luzerner Wochenmarkt.

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Gerschnialp: Hier ist Sälmi Töngi zu Hause. Sein Alpsbrinz ist berühmt. Auch auf dem Luzerner Wochenmarkt.

Ziegenkäse & Gamspfeffer im «Stäfeli»! Auf Stäfeli ob Engelberg haben Ruth und Stefan Arnold mit ihren 20 Kühen, 20 Ziegen, 100 Schafen und 20 Schweinen alle Hände voll zu tun. Aus 45 000 Litern Milch stellen die beiden verschiedene Käse her, auch Alpkäse fürs Raclette. Eine kleine Sensation ist Arnolds Ziegenkäse. Sein Bruder Richie wirtet auf Alp Stäfeli. Wir gehen am liebsten während der Jagdzeit hin. Dann bereitet Edith Arnold ihren fantastischen Gämspfeffer vor. Übernachten kann man auch: ab 45 CHF, ein währschaftes Frühstück inbegriffen.

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Alp Stäfeli: Bei den Arnolds gibt’s Ziegenkäse. Und während der Jagdzeit einen grossartigen Gamspfeffer.

Beim Allgäuer Alphirten. Immer mehr Wanderer und Käseliebhaber pilgern zur Blackenalp (auf Urner Boden). Der sympathische Allgäuer Sven Schmid und seine Partnerin Carolin Haag sind hier die Gastgeber und sich auch mit den «Eingeborenen» schnell angefreundet. Im Alpbeizli (geöffnet ab Mitte Juni bis September) gibt’s ein «Blackenalp Plättli» mit Trockenfleisch, Speck, Wurst und Käse. Hirt Sven ist berühmt für seine «Mutschli», aber aufgepasst: Im Herbst ist dieser fantastische Käse meist ausverkauft. Wer auf Blackenalp übernachtet, kriegt Älplermagronen zum Znacht oder einen feinen Eintopf und ein schönes Frühstück. Halbpension ab 50 CHF! Die Gäste wandern entlang des sagenumworbenen Wildbachs «Stäuber» hin. Wer weniger Höhenmeter absolvieren will, steigt in die Fürenalpbahn.

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Alp Ebnet: Ruth und Hans Zurfluh verarbeiten 30 000 Liter Milch. Kühe, Ziegen und sechs Alpschweine!

Frauenpower auf der Alp Hüttismatt. Der heisse Insider-Tip? Zu Rosmarie! Rosmarie Hurschler ist eine der wenigen Alpkäserinnen der Schweiz; Ehemann Edy hat sie zum Besuch einen Sennenkurses inspiriert. Rosmarie ist auf Hüttismatt im sonnigen Brunni-Gebiet zu Hause. Hier sind viele Wanderer unterwegs, auch auf einem Barfuss-Wanderweg (!) zur Brunnihütte. Sie produziert nur eine Sorte: Den grandiosen «Hüttismatter Alpkäse», aus Milch von der eigenen Viehherde. In der Alpkäserei Surenen (Kanton Uri) produziert Florentin Spichtig Alpkäse, Mutschli, Alpbutter, Joghurt und Rahm. Faustregel auf den Engelberger «Cheese Trails»: Ein Stück Käse gibt’s immer. Für eine eigentliche Besichtigung muss man sich vorher anmelden.

 

>> www.engelberg.ch

StichworteEngelbergKäse