
Osteria Bisnona
«Es gibt Gäste, die fahren mit dem ÖV durch den Gotthard und wieder zurück, nur um mittags bei uns zu essen», sagt Kira Ghidoni gerührt. Wundert uns nicht. Die muntere Chefin macht in Contone am «Highway» nach Ascona und Locarno einen wunderbaren Job, definiert in ihrer «Osteria Bisnona» die Tessiner Bio-Küche neu. Ein Grotto ist das nicht, eher eine Osteria mit Fine-Dining-Touch, zu finden auf dem Areal des Weinguts von Urs Hauser.
Bereits das knusprige Brot ist ein Statement, selbst gebacken mit Weizen aus der Mühle von Maroggia. Ein «B» ist in den Laib eingeritzt, «B» wie Bisnona, hausgemachte Miso veredelt die Butter. Wer dann «La Specialità» bestellt, bestellt richtig. Beim überraschenden «Fritto misto» überzeugen Pilze in feiner Tempura an cremiger Mayonnaise. Rosenkohl ist Kiras Lieblingsgemüse. Er wird in einer Gusseisenpfanne fast dunkel gebraten, mit einem Salat aus rohen Rosenkohlblättern, Puntarelle und Kimchi-Dressing serviert; zwei Nocken Labneh gibt’s dazu; das Joghurt stammt von der Bio-Farm La Colombrera im benachbarten Sant' Antonino. Noch eine verblüffende Vorspeise: dünn aufgeschnittene Rindszunge mit Rapssamenöl von der Moulin de Sévéry im Waadtland. «Flüssiges Gold», lobt die Chefin.
Pasta? Wir mögen die Mezzi Paccheri, die kalabrische Pasta-Variation zeigt perfekten Biss. Büscion di capra gibt’s dazu, eine Tessiner Spezialität aus dem Maggiatal, die sogar im «Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz» steht. Büscion auch zu den Cappelletti mit schwarzem Teig und ihrer Füllung aus Randen und Kartoffeln. Die schwarze Farbe? Kohlepulver! Auch die Beef Ribs kriegen einen Kira-Touch: Kiwichurri-Salsa, in Anlehnung an das Chimichurri, welche die Chefin auf ihren Wanderjahren in Australien kennengelernt hat; die Kiwis dazu wachsen im Tessin.
Zum Abschluss eine grossartige Glace mit Brot, schlicht gedacht, aber mit Tiefe und Charakter umgesetzt. Kira Ghidoni kocht selbstbewusst und mit klarer Handschrift. Der Franzose Fabien Decoux ist ihr Partner im Leben und an der Front.


«Es gibt Gäste, die fahren mit dem ÖV durch den Gotthard und wieder zurück, nur um mittags bei uns zu essen», sagt Kira Ghidoni gerührt. Wundert uns nicht. Die muntere Chefin macht in Contone am «Highway» nach Ascona und Locarno einen wunderbaren Job, definiert in ihrer «Osteria Bisnona» die Tessiner Bio-Küche neu. Ein Grotto ist das nicht, eher eine Osteria mit Fine-Dining-Touch, zu finden auf dem Areal des Weinguts von Urs Hauser.
Bereits das knusprige Brot ist ein Statement, selbst gebacken mit Weizen aus der Mühle von Maroggia. Ein «B» ist in den Laib eingeritzt, «B» wie Bisnona, hausgemachte Miso veredelt die Butter. Wer dann «La Specialità» bestellt, bestellt richtig. Beim überraschenden «Fritto misto» überzeugen Pilze in feiner Tempura an cremiger Mayonnaise. Rosenkohl ist Kiras Lieblingsgemüse. Er wird in einer Gusseisenpfanne fast dunkel gebraten, mit einem Salat aus rohen Rosenkohlblättern, Puntarelle und Kimchi-Dressing serviert; zwei Nocken Labneh gibt’s dazu; das Joghurt stammt von der Bio-Farm La Colombrera im benachbarten Sant' Antonino. Noch eine verblüffende Vorspeise: dünn aufgeschnittene Rindszunge mit Rapssamenöl von der Moulin de Sévéry im Waadtland. «Flüssiges Gold», lobt die Chefin.
Pasta? Wir mögen die Mezzi Paccheri, die kalabrische Pasta-Variation zeigt perfekten Biss. Büscion di capra gibt’s dazu, eine Tessiner Spezialität aus dem Maggiatal, die sogar im «Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz» steht. Büscion auch zu den Cappelletti mit schwarzem Teig und ihrer Füllung aus Randen und Kartoffeln. Die schwarze Farbe? Kohlepulver! Auch die Beef Ribs kriegen einen Kira-Touch: Kiwichurri-Salsa, in Anlehnung an das Chimichurri, welche die Chefin auf ihren Wanderjahren in Australien kennengelernt hat; die Kiwis dazu wachsen im Tessin.
Zum Abschluss eine grossartige Glace mit Brot, schlicht gedacht, aber mit Tiefe und Charakter umgesetzt. Kira Ghidoni kocht selbstbewusst und mit klarer Handschrift. Der Franzose Fabien Decoux ist ihr Partner im Leben und an der Front.


