
Seepark Thun
Grosse Ambitionen, beeindruckendes Können, originelle Ideen und viel Fleiss. Das kann man Sascha Spring, unserer «Entdeckung des Jahres 2026», nicht absprechen. Der erst 26-jährige Chef hat im eleganten «Centric Dining» des Hotels Seepark auch bei unseren letzten Besuchen wieder geliefert – leider manchmal fast ein wenig gar viel. Zwar überzeugte die Palette von Snacks – darunter eine elegant pochierte Gillardeau-Auster und ein bodenständig mit Fondue und Schalotten gefülltes Beignet – auf der ganzen Linie. Dass zum Brot dekorierte Butter, eine Safran-Bretzel, hausgemachter Salami und Labneh serviert wurden, ging auch noch okay. Dass dann aber die Küche jeden Gang aufwendig mit Blüten und Blättchen dekorierte, drückte aufs Tempo – am Ende dauerte das Menü fünf (!) Stunden.
An der Qualität aber gab es wenig zu kritisieren. Bei den «Aemme Shrimps» mit jungem Ingwer, Ají-amarillo-Vinaigrette, Yuzu und Sesam gelang Sascha Spring eine feine peruanisch-japanische Fusion, das Guaven-Sorbet dazu wäre nicht einmal nötig gewesen. Zum Rindstatar mit Randen und eingelegtem Gemüse an Buttermilchvinaigrette gab’s eine Nocke originellen Sorbets aus Rande und Yuzu. Dass der Chef geschickt lokale Produkte und exotische Aromen kombiniert, bewies der Gang mit geräuchertem Kartoffelespuma, konfiertem Eigelb und Périgord-Trüffel ebenso wie das Chawanmushi mit Blauem Hummer und Oona-Kaviar. Den Skrei begleiteten eine Beurre blanc mit fermentierter Yuzukosho-Paste und «Kalix Löjrom» (Rogen von der schwedischen Maräne). Der Hauptgang wurde in zwei Teilen serviert: zuerst eine geschmorte Lammhaxe mit Champagner-Spitzkohl, dann der sous vide gegarte und grillierte Lammrücken; dem Fleisch stahl der mit Randen und Purple Curry angesetzte Lammjus aber eindeutig die Show.
In zwei Teilen und leider mit grossem zeitlichen Abstand kam auch das Dessert auf den Tisch: zuerst ein ausgezeichnetes Kombi aus weisser Schokomousse mit gerösteten Piemonteser Haselnüssen, Shiso-Sorbet und Grünteesud. Und noch ein hervorragendes Soufflé mit Gianduja und Haselnüssen.


Grosse Ambitionen, beeindruckendes Können, originelle Ideen und viel Fleiss. Das kann man Sascha Spring, unserer «Entdeckung des Jahres 2026», nicht absprechen. Der erst 26-jährige Chef hat im eleganten «Centric Dining» des Hotels Seepark auch bei unseren letzten Besuchen wieder geliefert – leider manchmal fast ein wenig gar viel. Zwar überzeugte die Palette von Snacks – darunter eine elegant pochierte Gillardeau-Auster und ein bodenständig mit Fondue und Schalotten gefülltes Beignet – auf der ganzen Linie. Dass zum Brot dekorierte Butter, eine Safran-Bretzel, hausgemachter Salami und Labneh serviert wurden, ging auch noch okay. Dass dann aber die Küche jeden Gang aufwendig mit Blüten und Blättchen dekorierte, drückte aufs Tempo – am Ende dauerte das Menü fünf (!) Stunden.
An der Qualität aber gab es wenig zu kritisieren. Bei den «Aemme Shrimps» mit jungem Ingwer, Ají-amarillo-Vinaigrette, Yuzu und Sesam gelang Sascha Spring eine feine peruanisch-japanische Fusion, das Guaven-Sorbet dazu wäre nicht einmal nötig gewesen. Zum Rindstatar mit Randen und eingelegtem Gemüse an Buttermilchvinaigrette gab’s eine Nocke originellen Sorbets aus Rande und Yuzu. Dass der Chef geschickt lokale Produkte und exotische Aromen kombiniert, bewies der Gang mit geräuchertem Kartoffelespuma, konfiertem Eigelb und Périgord-Trüffel ebenso wie das Chawanmushi mit Blauem Hummer und Oona-Kaviar. Den Skrei begleiteten eine Beurre blanc mit fermentierter Yuzukosho-Paste und «Kalix Löjrom» (Rogen von der schwedischen Maräne). Der Hauptgang wurde in zwei Teilen serviert: zuerst eine geschmorte Lammhaxe mit Champagner-Spitzkohl, dann der sous vide gegarte und grillierte Lammrücken; dem Fleisch stahl der mit Randen und Purple Curry angesetzte Lammjus aber eindeutig die Show.
In zwei Teilen und leider mit grossem zeitlichen Abstand kam auch das Dessert auf den Tisch: zuerst ein ausgezeichnetes Kombi aus weisser Schokomousse mit gerösteten Piemonteser Haselnüssen, Shiso-Sorbet und Grünteesud. Und noch ein hervorragendes Soufflé mit Gianduja und Haselnüssen.


