
Mürset
Die Gartenrestaurant-Meile an der Aarauer Riviera erlebte schon ruhigere Zeiten. Gegenüber wird auf einer Riesenbaustelle gearbeitet, in den Stuben des «Mürset» und in seiner Gartenwirtschaft geht aber alles den gewohnten Gang. Küchenchef Steffen Eiszner bietet in den zwei Menüs und auf der Karte eine gepflegte, bürgerliche und durch und durch französische Küche mit leicht asiatischen Einflüssen. Was auf den Tisch kommt, ist meist gekonnt gemacht.
Okay, das «kurz» gebratene Thunfischmedaillon im Sesammantel hatte eher «lang» abgekriegt, der Kresseschaum war zurückhaltend gewürzt, die Edamame-Begleitung frisch. Etwas banal dann das Schüsselchen mit Bärlauch-Gnocchi, das wohl zu lange unter der Wärmelampe gestanden hatte – die Klösschen waren schon recht trocken; das machte die herrliche Zitronen-Beurre-blanc aber wett. Tadellos die beiden Hauptgänge: patagonische Crevetten mit einem feurigen Mix aus Knoblauch und Peperoncini sowie Spargelspitzen und Linguine. Und ein rosa gebratenes Lammhüftli mit Pistou-Kartoffeln und Frühlingsgemüse. Zum Schluss gab’s eine weisse Schokomousse mit erfrischend süss-saurem Mangosorbet und Erdbeergelee. Grosse, gepflegte Weinkarte mit fairen Preisen und einigen alten, teuren Bordeaux aus den Neunzigern als Erinnerung an die einstige Grösse des Lokals.


Die Gartenrestaurant-Meile an der Aarauer Riviera erlebte schon ruhigere Zeiten. Gegenüber wird auf einer Riesenbaustelle gearbeitet, in den Stuben des «Mürset» und in seiner Gartenwirtschaft geht aber alles den gewohnten Gang. Küchenchef Steffen Eiszner bietet in den zwei Menüs und auf der Karte eine gepflegte, bürgerliche und durch und durch französische Küche mit leicht asiatischen Einflüssen. Was auf den Tisch kommt, ist meist gekonnt gemacht.
Okay, das «kurz» gebratene Thunfischmedaillon im Sesammantel hatte eher «lang» abgekriegt, der Kresseschaum war zurückhaltend gewürzt, die Edamame-Begleitung frisch. Etwas banal dann das Schüsselchen mit Bärlauch-Gnocchi, das wohl zu lange unter der Wärmelampe gestanden hatte – die Klösschen waren schon recht trocken; das machte die herrliche Zitronen-Beurre-blanc aber wett. Tadellos die beiden Hauptgänge: patagonische Crevetten mit einem feurigen Mix aus Knoblauch und Peperoncini sowie Spargelspitzen und Linguine. Und ein rosa gebratenes Lammhüftli mit Pistou-Kartoffeln und Frühlingsgemüse. Zum Schluss gab’s eine weisse Schokomousse mit erfrischend süss-saurem Mangosorbet und Erdbeergelee. Grosse, gepflegte Weinkarte mit fairen Preisen und einigen alten, teuren Bordeaux aus den Neunzigern als Erinnerung an die einstige Grösse des Lokals.


