
Albergo Ristorante della Stazione
Aufgepasst, da tut sich was! Yanick Walker und Eloa Geiser klettern mit Talent, Mut und Engagement in Richtung Tessiner Spitze. Das «Ristorante della Stazione» direkt an den Gleisen der Centovalli-Bahn ist ein Haus mit glanzvoller Vergangenheit (Agnese und Adriana Broggini) und noch besserer Zukunft. Wir verfolgen den smarten Twist zwischen Tessiner Küche und modernen Interpretationen vergnügt. Am liebsten bei weitgeöffneten Fenstern im etwas sehr nostalgisch eingerichteten «Ristorante».
Bereits bei der Vorspeise reiben wir uns verwundert die Augen: «Coregone tessinoise». Chef Yanick krempelt den Klassiker Salade niçoise ziemlich frech um: konfiertes Felchenfilet statt Tuna aus der Büchse, grüne Bohnen, geräuchertes Paprikapüree, Anchovis, Oliven, blaue Kartoffeln, Wachtelei «cotto in gelo», Zitronengel. Unerschrocken auch die Alternative im «Menu sorpresa»: Aal und Entenleber in der Terrine mit Sauerkirschenkompott! Pasta darf nicht fehlen. Der Jeune Restaurateur packt gezupften Ochsenschwanz unters Nudelblatt, Partnerin Eloa giesst einen Marsala-Schaum ein – für uns (und für sie) der beste Gang im Menü.
Wer im Locarnese kocht, sollte den direkten Draht zu Berufsfischer Giovanni Palmieri haben. Der frühere Töff-Profi hievt die schönsten Fische aus dem Lago Maggiore, beliefert die Köche seines Vertrauens. Walker schaffte es schnell in Giovannis inneren Kreis. Also kriegen wir das schneeweisse Mittelstück eines Zanders, umzingelt von verführerischer Ingwer-Beurre-blanc und von Erbsli aus der ersten Knackigkeits-Liga. Dass dazu auch noch ein pikanter Zitronenrisotto serviert wird, ist etwas ungewöhnlich; Risotto ist im Süden nie nur Beilage. Aber gut ist er, und darauf kommt’s schliesslich an. «Ristorante della Stazione» ganz klassisch? Jeden Dienstag gibt’s frische Kalbsleberli. Jeden Samstag Brasato al Merlot mit Nudeln, Polenta oder Risotto. Das Cordon bleu mit Walliser Raclettekäse ist Kult im Haus.
Den Kellerschlüssel verwaltet Eloa Geiser. Sie ist auf einer Tessiner Alp mit Geissen aufgewachsen, sorgt für überraschende Pairings, und ihre Begeisterung für den Wein ist ansteckend. Stammgäste schlagen unbesorgt zu; das letzte Centovalli-Bähnli zurück nach Ascona fährt erst nach Mitternacht.
Aufgepasst, da tut sich was! Yanick Walker und Eloa Geiser klettern mit Talent, Mut und Engagement in Richtung Tessiner Spitze. Das «Ristorante della Stazione» direkt an den Gleisen der Centovalli-Bahn ist ein Haus mit glanzvoller Vergangenheit (Agnese und Adriana Broggini) und noch besserer Zukunft. Wir verfolgen den smarten Twist zwischen Tessiner Küche und modernen Interpretationen vergnügt. Am liebsten bei weitgeöffneten Fenstern im etwas sehr nostalgisch eingerichteten «Ristorante».
Bereits bei der Vorspeise reiben wir uns verwundert die Augen: «Coregone tessinoise». Chef Yanick krempelt den Klassiker Salade niçoise ziemlich frech um: konfiertes Felchenfilet statt Tuna aus der Büchse, grüne Bohnen, geräuchertes Paprikapüree, Anchovis, Oliven, blaue Kartoffeln, Wachtelei «cotto in gelo», Zitronengel. Unerschrocken auch die Alternative im «Menu sorpresa»: Aal und Entenleber in der Terrine mit Sauerkirschenkompott! Pasta darf nicht fehlen. Der Jeune Restaurateur packt gezupften Ochsenschwanz unters Nudelblatt, Partnerin Eloa giesst einen Marsala-Schaum ein – für uns (und für sie) der beste Gang im Menü.
Wer im Locarnese kocht, sollte den direkten Draht zu Berufsfischer Giovanni Palmieri haben. Der frühere Töff-Profi hievt die schönsten Fische aus dem Lago Maggiore, beliefert die Köche seines Vertrauens. Walker schaffte es schnell in Giovannis inneren Kreis. Also kriegen wir das schneeweisse Mittelstück eines Zanders, umzingelt von verführerischer Ingwer-Beurre-blanc und von Erbsli aus der ersten Knackigkeits-Liga. Dass dazu auch noch ein pikanter Zitronenrisotto serviert wird, ist etwas ungewöhnlich; Risotto ist im Süden nie nur Beilage. Aber gut ist er, und darauf kommt’s schliesslich an. «Ristorante della Stazione» ganz klassisch? Jeden Dienstag gibt’s frische Kalbsleberli. Jeden Samstag Brasato al Merlot mit Nudeln, Polenta oder Risotto. Das Cordon bleu mit Walliser Raclettekäse ist Kult im Haus.
Den Kellerschlüssel verwaltet Eloa Geiser. Sie ist auf einer Tessiner Alp mit Geissen aufgewachsen, sorgt für überraschende Pairings, und ihre Begeisterung für den Wein ist ansteckend. Stammgäste schlagen unbesorgt zu; das letzte Centovalli-Bähnli zurück nach Ascona fährt erst nach Mitternacht.


