Gstaad Palace
«Le Grand» heisst das neue Restaurant an bester Lage im «Palace», elegant und gemütlich zugleich. «Grand» ist schon mal die Speisekarte: Auf der Karte gelistet ist alles, was die 50 Köche zu bieten haben, und das sind schnell einmal 150 Gerichte. 15 davon werden von den flinken Maîtres und Kellnern am Tisch zubereitet oder zumindest vollendet. Service à table – das Comeback einer schon fast vergessenen Grandhotel-Kultur.
Ein Koch aus Asien steht im «Palace» aus Tradition immer am Herd. Also ordern wir zum Start die «Asiatische Suppe». Wir kriegen eine feine, ziemlich rassige Ramen mit Nudeln, knackigen Garnelen aus der ersten Einkaufsliga und jeder Menge Kräutern. Klassisch-französisch geht auch: Good old Salade niçoise poppt auf der Karte auf, mit dem Versprechen «Palace Style». Heisst: Babylattich, Tuna, grüne Bohnen, Zwiebel, Tomate. Beim dünn aufgeschnittenen Wolfsbarschcarpaccio mit Avocadocreme und mit nicht zu wenig Pak-Choi spielt Zitronenkaviar eine erfrischende, leicht säuerliche Rolle. Geheimtipp sind die «Palace»-Ravioli, gefüllt mit Simmentaler Rind. Die Vorspeisen-Show am Tisch: «Hummer katalanische Art», Tatar vom Simmentaler Rind. Langustinen-Spaghetti mit Bisque, Chili und Petersilie; Meergetier in Top-Qualität hat seinen Preis: 95 Franken.
Qual der Wahl im Hauptgang. Ein Kalbsschnitzel wird nach Mailänder Vorbild zu einem «Elefantenohr» verarbeitet, das Alpstein-Poulet ist wohltuend saftig, die grossen Dinger werden am Tisch tranchiert und filetiert: Chateaubriand, Tomahawk, Wolfsbarsch und Steinbutt für zwei. Die saftige Seezunge und das Kalbskotelett am beeindruckend grossen Knochen würden wir wieder bestellen; der Kellner bietet zum Kalb auf dem Silbertablett gleich zwei Saucen an: Kalbsjus und Béarnaise. Zum Dessert ordern wir, was die «Palace»-Brigade am liebsten in den Ofen schiebt: ein mächtiges Soufflé mit Grand Marnier. Im Sommer geht’s an die Sonne: Auch auf der schon fast magisch schönen «Grande Terrasse» gibt es das volle Programm.
Die 55-köpfige «Palace»-Brigade hat einen neuen Chef: Culinary Director Franz Faeh ist in Rente, Vize Luca Gatti übernimmt. «Mein Wunschkandidat und Freund», sagt Fäh.


«Le Grand» heisst das neue Restaurant an bester Lage im «Palace», elegant und gemütlich zugleich. «Grand» ist schon mal die Speisekarte: Auf der Karte gelistet ist alles, was die 50 Köche zu bieten haben, und das sind schnell einmal 150 Gerichte. 15 davon werden von den flinken Maîtres und Kellnern am Tisch zubereitet oder zumindest vollendet. Service à table – das Comeback einer schon fast vergessenen Grandhotel-Kultur.
Ein Koch aus Asien steht im «Palace» aus Tradition immer am Herd. Also ordern wir zum Start die «Asiatische Suppe». Wir kriegen eine feine, ziemlich rassige Ramen mit Nudeln, knackigen Garnelen aus der ersten Einkaufsliga und jeder Menge Kräutern. Klassisch-französisch geht auch: Good old Salade niçoise poppt auf der Karte auf, mit dem Versprechen «Palace Style». Heisst: Babylattich, Tuna, grüne Bohnen, Zwiebel, Tomate. Beim dünn aufgeschnittenen Wolfsbarschcarpaccio mit Avocadocreme und mit nicht zu wenig Pak-Choi spielt Zitronenkaviar eine erfrischende, leicht säuerliche Rolle. Geheimtipp sind die «Palace»-Ravioli, gefüllt mit Simmentaler Rind. Die Vorspeisen-Show am Tisch: «Hummer katalanische Art», Tatar vom Simmentaler Rind. Langustinen-Spaghetti mit Bisque, Chili und Petersilie; Meergetier in Top-Qualität hat seinen Preis: 95 Franken.
Qual der Wahl im Hauptgang. Ein Kalbsschnitzel wird nach Mailänder Vorbild zu einem «Elefantenohr» verarbeitet, das Alpstein-Poulet ist wohltuend saftig, die grossen Dinger werden am Tisch tranchiert und filetiert: Chateaubriand, Tomahawk, Wolfsbarsch und Steinbutt für zwei. Die saftige Seezunge und das Kalbskotelett am beeindruckend grossen Knochen würden wir wieder bestellen; der Kellner bietet zum Kalb auf dem Silbertablett gleich zwei Saucen an: Kalbsjus und Béarnaise. Zum Dessert ordern wir, was die «Palace»-Brigade am liebsten in den Ofen schiebt: ein mächtiges Soufflé mit Grand Marnier. Im Sommer geht’s an die Sonne: Auch auf der schon fast magisch schönen «Grande Terrasse» gibt es das volle Programm.
Die 55-köpfige «Palace»-Brigade hat einen neuen Chef: Culinary Director Franz Faeh ist in Rente, Vize Luca Gatti übernimmt. «Mein Wunschkandidat und Freund», sagt Fäh.


