
Park Hotel Vitznau
«Der Gast wünscht, der Koch kreiert», lautet im «Park Hotel Vitznau» die neue Ansage. Konkret: Der (tendenziell eher wohlhabende) Gast isst, wann er will und wo er will. Kulinarische Sonderwünsche werden klaglos umgesetzt. Der Chef, der das Konzept bewältigen muss, heisst Philipp Keliny und hat’s drauf. Kein Wunder, er arbeitete jahrelang für Starchefs wie Stefan Heilemann und Dieter Koschina. Seine ersten Erfahrungen: «Die meisten Gäste orientieren sich an der Karte. Zusätzlich gefragt sind grosse Meerfische. Oder auch mal ein Wiener Schnitzel.» Die Stimmung im Restaurant ist gut: Die Lage direkt am Vierwaldstättersee ist magisch-schön und einmalig, Dichtestress gibt es unter den weissen Sonnensegeln nicht. Nicht-Hotelgäste haben nur auf Vorreservation und limitiert Zutritt ins Paradies.
Wir liessen dem neuen Chef freie Hand. Enttäuscht hat er uns nicht. Bei den Starters gefiel uns das kalte Melonen-Gurken-Süppli am besten, auch wegen des Gambero-rosso-Prachtexemplars im dünnen Teig dazu. Der «Tonnato» imponierte uns auch. Kein Vitello, sondern sanft marinierter roher Balfegó-Tuna wird Sashimi-mässig aufgeschnitten, die Thunfischsauce dazu war sehr angenehm. Die Langustine gab’s in doppelter Ausführung: als Carpaccio und direkt aus der Pfanne, allerdings in einer etwas seltsamen Temperatur. Ein Sprung über den Gotthard nach Italien ist auch jederzeit möglich: Cacio e pepe ist hier nicht nur eine Sauce, sondern auch mal Raviolifüllung. Die «Tagliatelle al caviale» bestellen wir beim nächsten Besuch: hausgemachte Pasta, Champagner-Beurre-blanc und vor allem 25 Gramm Kaviari-Kaviar! Der Gang des Abends: Seezunge à la niçoise aus der Bretagne, an der Gräte gebraten, unglaublich saftig, spektakulär präsentiert. «Echtes Handwerk», sagt der Chef stolz.
Grosses vom Grill gibt’s im «Grill» weiterhin, auch wenn sich Philipp Keliny eher am Fine Dining orientiert und kein «Caveman» sein will wie seine Vorgänger. Im Angebot: Black Angus, Kalbskotelett aus der Region, japanisches Wagyu A5+. Selbst die alte Kuh, lange ein Markenzeichen des Restaurants, hält sich noch auf der Karte. Alles bestens also? Nicht ganz: Die vielen Orthografiefehler auf der Karte sind ein Ärgernis. Geht gar nicht in einem Luxusresort. Fantastische Weinkarte, tadelloser Service.


«Der Gast wünscht, der Koch kreiert», lautet im «Park Hotel Vitznau» die neue Ansage. Konkret: Der (tendenziell eher wohlhabende) Gast isst, wann er will und wo er will. Kulinarische Sonderwünsche werden klaglos umgesetzt. Der Chef, der das Konzept bewältigen muss, heisst Philipp Keliny und hat’s drauf. Kein Wunder, er arbeitete jahrelang für Starchefs wie Stefan Heilemann und Dieter Koschina. Seine ersten Erfahrungen: «Die meisten Gäste orientieren sich an der Karte. Zusätzlich gefragt sind grosse Meerfische. Oder auch mal ein Wiener Schnitzel.» Die Stimmung im Restaurant ist gut: Die Lage direkt am Vierwaldstättersee ist magisch-schön und einmalig, Dichtestress gibt es unter den weissen Sonnensegeln nicht. Nicht-Hotelgäste haben nur auf Vorreservation und limitiert Zutritt ins Paradies.
Wir liessen dem neuen Chef freie Hand. Enttäuscht hat er uns nicht. Bei den Starters gefiel uns das kalte Melonen-Gurken-Süppli am besten, auch wegen des Gambero-rosso-Prachtexemplars im dünnen Teig dazu. Der «Tonnato» imponierte uns auch. Kein Vitello, sondern sanft marinierter roher Balfegó-Tuna wird Sashimi-mässig aufgeschnitten, die Thunfischsauce dazu war sehr angenehm. Die Langustine gab’s in doppelter Ausführung: als Carpaccio und direkt aus der Pfanne, allerdings in einer etwas seltsamen Temperatur. Ein Sprung über den Gotthard nach Italien ist auch jederzeit möglich: Cacio e pepe ist hier nicht nur eine Sauce, sondern auch mal Raviolifüllung. Die «Tagliatelle al caviale» bestellen wir beim nächsten Besuch: hausgemachte Pasta, Champagner-Beurre-blanc und vor allem 25 Gramm Kaviari-Kaviar! Der Gang des Abends: Seezunge à la niçoise aus der Bretagne, an der Gräte gebraten, unglaublich saftig, spektakulär präsentiert. «Echtes Handwerk», sagt der Chef stolz.
Grosses vom Grill gibt’s im «Grill» weiterhin, auch wenn sich Philipp Keliny eher am Fine Dining orientiert und kein «Caveman» sein will wie seine Vorgänger. Im Angebot: Black Angus, Kalbskotelett aus der Region, japanisches Wagyu A5+. Selbst die alte Kuh, lange ein Markenzeichen des Restaurants, hält sich noch auf der Karte. Alles bestens also? Nicht ganz: Die vielen Orthografiefehler auf der Karte sind ein Ärgernis. Geht gar nicht in einem Luxusresort. Fantastische Weinkarte, tadelloser Service.


