
Spitz
Es ist jetzt auch schon zehn Jahre her, als vier hippe Exponenten der Zürcher Partyszene überraschend den Zuschlag für das neue Restaurant im Landesmuseum erhielten. Sie starteten fulminant und haben das elegante Lokal zu einem kulinarischen Fixpunkt gemacht. Heute allerdings finden wir als regelmässige Besucher, dass das «Spitz» leichte Standschäden hat – das Küchenteam kann sich nicht wirklich entscheiden zwischen qualitativer Traditionsküche und Fine-Dining-Adresse. Im abends allzu dunklen Lokal mäandriert das Angebot zwischen Wow und Low.
Der Service strahlt weit weniger Wärme aus als das «Glutgemüse» beziehungsweise das auf Holzkohle gegarte Wurzelgemüse – zwar originell gemacht, aber geschmacklich verhalten. Die saisonale Suppe von geröstetem Sellerie mit Birnensaft und Nussbutter irritiert leider mit einer gar dominanten Bitternote. Der gebratene Dallenwiler Ziegenkäse mit geröstetem Schwarzwurzelpüree erinnert mit seiner viel zu dicken Panade an einen Bratkäse aus dem Grossverteiler; immerhin rettet der grillierte Radicchio den Gang einigermassen. Hervorragend schmeckt dagegen die Forelle mit feinem Jungspinat und Bratkartoffeln, comme il faut sind die gebratenen Zürcher Kalbsleberli mit Apfelbrand-Sauce und perfekter Butterrösti. Die Crew im «Spitz» sollte sich wieder einmal einen Ruck geben, wenn das Lokal mehr sein will als eine gut gelegene Lunch-Location.
PS: Neuer Küchenchef: Mark Reinmüller.


Es ist jetzt auch schon zehn Jahre her, als vier hippe Exponenten der Zürcher Partyszene überraschend den Zuschlag für das neue Restaurant im Landesmuseum erhielten. Sie starteten fulminant und haben das elegante Lokal zu einem kulinarischen Fixpunkt gemacht. Heute allerdings finden wir als regelmässige Besucher, dass das «Spitz» leichte Standschäden hat – das Küchenteam kann sich nicht wirklich entscheiden zwischen qualitativer Traditionsküche und Fine-Dining-Adresse. Im abends allzu dunklen Lokal mäandriert das Angebot zwischen Wow und Low.
Der Service strahlt weit weniger Wärme aus als das «Glutgemüse» beziehungsweise das auf Holzkohle gegarte Wurzelgemüse – zwar originell gemacht, aber geschmacklich verhalten. Die saisonale Suppe von geröstetem Sellerie mit Birnensaft und Nussbutter irritiert leider mit einer gar dominanten Bitternote. Der gebratene Dallenwiler Ziegenkäse mit geröstetem Schwarzwurzelpüree erinnert mit seiner viel zu dicken Panade an einen Bratkäse aus dem Grossverteiler; immerhin rettet der grillierte Radicchio den Gang einigermassen. Hervorragend schmeckt dagegen die Forelle mit feinem Jungspinat und Bratkartoffeln, comme il faut sind die gebratenen Zürcher Kalbsleberli mit Apfelbrand-Sauce und perfekter Butterrösti. Die Crew im «Spitz» sollte sich wieder einmal einen Ruck geben, wenn das Lokal mehr sein will als eine gut gelegene Lunch-Location.
PS: Neuer Küchenchef: Mark Reinmüller.


