Park Hotel Vitznau, Restaurant PRISMA
Restaurant

Park Hotel Vitznau

Restaurant PRISMA,
Seestrasse 18
6354 Vitznau
Philipp Heid
Preise: M 52.–/65.–D 95.–/160.–
Service: Terrasse/Garten, Parking, Rollstuhlgängig
Telefon: +41 41 399 60 60
American Express Cards Welcome

Ein lokales Produkt gibt’s auch: wunderbares Brot vom «Eigenbrötler», dem Luzerner Kultbäcker. Alles andere ist ziemlich international: Philipp Heid, der neue Chef im «Prisma», setzt auf euro-asiatische Küche. Weil er die selber sehr mag. Und weil sich das «Prisma» deutlich vom Restaurant focus im gleichen Haus unterscheiden soll. Mit «European cuisine meets Asian flavour» können die Gäste gut leben. Heid, der seine Ferien immer in Asien verbringt, hat ein gutes Händchen dafür. Das Restaurant im Glaskubus ist eh traumhaft schön (Sunset live!). Die zierliche junge Chefin Julia Tritschler sorgt für einen sehr angenehmen Service.

Philipp Heid kommt zur Begrüssung gleich selbst an den Tisch und bringt einen japanischen Konro-Grill mit. Schweinebauch brutzelt drauf, kombiniert mit einem pikanten Mini-Thai-Papaya-Salat. Unter einem eindrücklichen Jalapeño-Schaum entdecken wir ein sehr kleinteiliges Lachstatar. Die Jakobsmuschel mit Tapioka, Frühlingslauch und Holundervinaigrette ordnen wir der Rubrik «grosses Kino» zu. Bei der etwas gar weichen Tempura, gefüllt mit Soft Shell Crabs, imponierte die Wasabi-Mayo. Nochmals Tempura: diesmal in der samtenen, weissen Spargelsuppe, mit Sot-l’y-laisse drin, knuspriger Hühnerhaut obendrauf und Hopfenspargel daneben. Raffinierter: Tuna aus den Malediven, Champignons, Eigelb, Schnittlauch-Beurre-blanc – und eine Nocke nobler Kaviari-Kaviar. Den Rochenflügel gab’s präzis gebraten und fleissig arosiert mit weissen Spargeln, Kartoffelnest und perfekter Miso-Hollandaise; ein Höhepunkt im Menü.

Der krasseste «East meets West»-Gang: Terrine von der Entenleber, sorgfältig zubereitet wie es sich für einen «Traube Tonbach»-Schüler gehört. Dazu Kräuterseitlinge, Algen und eine ziemlich freche Vinaigrette mit Ponzu, süssem Reisessig, Weisswein und Soja. Darf man das? Nun, es war schlotzig und gut, und darum geht’s! Der Hauptgang war etwas weniger aufregend: Entrecote vom Greater Omaha Beef, tadellose Qualität natürlich und sauber gebraten. Mit raffinierter Beilage: ausgelassenes Rindermark aus der Espuma-Flasche, vermischt mit Kartoffelpüree. Applaus für den Patissier: Limonentartelette mit Finger Limes und dazu ein tolles Zitrus-Granité. Terrasse zum See, fantastische Weinkarte.