Aussenansicht vom Restaurant Hotel Capricorns in Wergenstein - GaultMillau
Restaurant

Hotel Restaurant Capricorns

Dorfstrasse 15
7433 Wergenstein
Torsten Rönisch
Preise: M 18.–/36.–D 37.–/49.–
ServiceTerrasse/Garten, Parking, Rollstuhlgängig
Telefon+41 81 630 71 72

Auf dem Weg in den Süden lohnt sich manchmal ein Abstecher – zum Beispiel an der San-Bernardino-Route von Zillis hinauf nach Wergenstein. Dort wird im «Capricorns» herzliche Gastfreundschaft gepflegt und vorzüglich gekocht. Auf 1489 Metern lebt man mit und von der Natur, weiss das Regionale zu schätzen und zu veredeln. Küchenchef Torsten Rönisch setzt wo immer möglich auf lokale Produkte und bedient sich fleissig im eigenen Kräutergarten. Barbara Gätzi kümmert sich um die Gäste auf der nostalgischen Terrasse und in der schönen Gaststube. Im lichtdurchfluteten Raum sind die Tische weiss gedeckt, der Blumenschmuck stammt von den umliegenden Alpwiesen, an der Wand steht auf einer Schiefertafel das Tagesmenü.

Wir starteten mit einem knackigen Blattsalat in leuchtenden Farben mit Croûtons, Kernen und Hausdressing. Die Kresseschaumsuppe mit Jeninser Riesling-Silvaner war wunderbar leicht und überzeugte mit feinen Aromen; Kräuterdeko und würziger Hinterrheiner Rohschinken harmonierten bestens damit. Im Tagesangebot standen Pizokel. Rönisch brachte die Bündner Spezialität überraschend leicht auf den Teller: Käse, Mangold und Lauch waren mit Gefühl dosiert und überzeugten mit geschmacklicher Harmonie; exzellentes Bündnerfleisch und Apfelmus sorgten für spannende Geschmackskombinationen. Wir waren auch vom Rindsfilet begeistert – das beste Stück vom einheimischen Tier war respektvoll gebraten, butterzart und sehr aromatisch. Auch die Beilagen waren tadellos – vor allem die Sauce hollandaise zu den weissen Spargeln hatte eine sagenhaft leichte Konsistenz und einen feinen Geschmack. Das Dessert überzeugte ebenso: eine Rhabarbertarte mit Vanillecreme samt einem grossartigen Erdbeer-Rhabarber-Sorbet.

Barbara Gätzi und Torsten Rönisch ziehen ihr Konzept bis ganz am Schluss durch: Zum Kaffee gibt’s statt abgepackter Schöggeli zweierlei hausgemachte Biskuits. Wir sind seit Jahren hier oben zu Gast und bewundern das konstante Niveau von Küche und Service, das es erst noch zum sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis gibt. Der 13. Punkt ist hochverdient.

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