Restaurant

Adler Hurden

Hurdnerstrasse 143
8640 Hurden
Markus Gass
ChefMarkus Gass
Preise: M 55.–/85.–D 105.–/185.–
ServiceTerrasse/Garten, Parking
Telefon+41 55 410 45 45

Neben der untadeligen Küche und dem sehr persönlichen Service gibt’s noch ein paar weitere Gründe, im «Adler» beim Wirtepaar Markus Gass und Cristine Hess Gass einzukehren. Im Winter sitzt man im eleganten Interieur mit Kunstwerken aus der Sammlung von Besitzerin Ruth Schmidheiny an den Wänden. Im Sommer unter Schatten spendenden Bäumen direkt am Ufer des Obersees – an beiden Orten wird stilvoll eingedeckt und wird man von Sommelier Sivathas Sivam durch die vom «Wine Spectator» ausgezeichnete Weinkarte geführt.

Hauptattraktion im «Adler» bleiben aber die Kreationen von Markus Gass, der kompromisslos nur mit allerbesten Produkten arbeitet und Gerichte erst auf die Karte setzt, wenn sie zur Perfektion gereift sind.

Das zeigten schon die wunderbaren Amuse-bouches: Entenlebermousse in Portweingelee. Geräucherter Stör mit seinem Kaviar. Saiblingstatar mit Crumble. Avocadoroulade mit Maine-Hummer. Und Pilzküchlein mit Parmaschinken. Fantastisch schmeckte der Carpaccio vom Gelbflossen-Kingfish auf Blätterteigtarte mit säuerlicher Yuzu-Mayo und Imperial-Kaviar. Nicht minder köstlich dann der Salat vom Maine-Hummer auf Mango mit Purple-Curry-Creme und einer Prise Piment d’Espelette. Und umwerfend die weisse Tomatenschaumsuppe mit einer südafrikanischen Langustine aus Wildfang.

Fischliebhaber kommen ins Schwärmen, wenn der Gass-Klassiker schlechthin auf der Karte steht: wilder Steinbutt, in Nussbutter kross gebraten, mit würziger Waadtländer Saucisson und gebleichtem Lauch an Beurre blanc und schmackhaftem Jus. Dass der Chef auch mit Fleisch umgehen kann, bewies das rosa gebratene Rückenfilet vom Maibock an Bärlauchjus mit Pfifferlingen und Rindsmark. Und auch die saftige Bresse-Poularde aus dem Ofen mit badischen Spargeln, Morcheln und Kartoffelmousseline an Vin jaune.

Zum Dessert gab’s Kaffee mit weisser Mokkaglace Espresso und Kaffeelikör. Und wer noch mag, zieht sich ins schicke Fumoir zurück.